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Das Rillenkugellager 61822 -C3 von NKE Steyr bietet mit 110x140x16 mm eine schmale Bauform für radiale Traglasten bei thermischer Ausdehnung.
Das Rillenkugellager 61822 -C3 von NKE Steyr ist ein einreihiges Wälzlager für Konstruktionen mit schmalem radialem Bauraum. Mit einem Innendurchmesser von 110 mm und einem Außendurchmesser von 140 mm bei lediglich 16 mm Breite gehört es zu den dünnwandigen Baureihen. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 nimmt die Konstruktion vorwiegend radiale Belastungen sowie axiale Führungskräfte auf. Durch die offene Bauform eignet sich das Bauteil vor allem für Systeme mit externer Schmierstoffversorgung.
Konstrukteure wählen dieses schmale Rillenkugellager, wenn große Wellendurchmesser bei gleichzeitig eng begrenztem Gehäuseraum geführt werden müssen. Das Lager findet seinen Platz im allgemeinen Maschinenbau, in Getrieben oder in Antriebselementen mit zentralem Schmierkreislauf. Da es sich um eine offene Ausführung ohne Dichtscheiben handelt, umspült das Schmiermittel die Laufbahnen ungehindert. Der zulässige Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad erlaubt den Einsatz in thermisch anspruchsvollen Industrieumgebungen mit kontinuierlicher Schmierstoffzufuhr.
Das Kennzeichen C3 weist eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung aus. Dieses zusätzliche Spiel zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen ist vorteilhaft, wenn im Betrieb Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring auftreten. Erwärmt sich die Welle stärker als das Gehäuse, gleicht die C3-Lagerluft das Maß aus, ohne das Lager radial zu verspannen. Ein geführter Stahlblechkäfig hält die Kugeln auf Abstand und unterstützt einen gleichmäßigen Lauf innerhalb der Toleranzklasse P0.
Das Wälzlager weist eine Bohrung von 110 mm, einen Außendurchmesser von 140 mm sowie eine Breite von 16 mm auf. Mit diesen Abmessungen bietet es ein sehr flaches Querschnittsprofil bei großem Wellendurchmesser. Der Außenring ist ohne Flansch oder Nut ausgeführt, wodurch sich das Lager bündig in zylindrische Aufnahmebohrungen einfügen lässt.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine über dem Normalwert liegende Radiallagerluft. Sie dient dazu, wärmebedingte Ausdehnungen von Welle oder Gehäuse im laufenden Betrieb abzufangen. Dadurch sinkt das Risiko mechanischer Verspannungen, insbesondere bei Anwendungen mit erhöhter Betriebstemperatur oder bei festen Passungssitzen auf der Welle.
Da dieses Modell ohne Dicht- oder Deckscheiben gefertigt ist, besitzt es keine ab Werk eingebrachte Fettfüllung. Die Schmierung erfolgt über das übergeordnete Maschinengehäuse, beispielsweise über ein Ölbad oder eine regelmäßige Nachschmierung mit geeignetem Wälzlagerfett. Eine bauseitige Abdichtung schützt die offenen Laufbahnen vor dem Eindringen von Schmutz.
Im Inneren führt ein Stahlblechkäfig die einreihig angeordneten Wälzkörper aus Wälzlagerstahl. Diese Käfigbauform zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht sowie eine hohe Unempfindlichkeit gegenüber gängigen Industrieschmierstoffen aus. Der Käfig hält die Kugeln auf gleichmäßigem Abstand und trägt zu einer gleichmäßigen Lastverteilung über die gesamte Laufbahn bei.
Das Bauteil ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Die Ringe und Wälzkörper aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 bleiben in diesem Rahmen maßstabil. Maßgeblich für die tatsächliche thermische Belastbarkeit im Dauerbetrieb bleibt die Beständigkeit des extern zugeführten Schmierstoffs, da das Lager über keine integrierte Dichtung verfügt.
Die Fertigung entspricht der Toleranzklasse P0 beziehungsweise Normal (PN), was der Einstufung nach ABEC 1 entspricht. Diese Toleranzklasse definiert die Standardgenauigkeit für industrielle Radialkugellager. Sie erlaubt einen zuverlässigen Lauf auf zylindrischen Wellensitzen und in Aufnahmegehäusen des allgemeinen Maschinenbaus.
NKE AUSTRIA GmbH
Im Stadtgut C4, 4407 Steyr, Austria
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