NACHI
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Das Rillenkugellager 6009 C3 von NACHI bietet mit 45x75x16 mm und vergrößerter Lagerluft zuverlässigen Lauf bei erhöhten Betriebstemperaturen.
Das Rillenkugellager 6009 C3 ist ein einreihiges Radialkugellager mit standardisierten Abmessungen für vielseitige Industrieanwendungen. Gefertigt aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 nimmt dieses offene Lager sowohl Radialkräfte als auch axiale Führungskräfte in beiden Richtungen auf. Die Ausführung stammt von NACHI und verbindet präzise gefertigte Laufbahnen mit einem stabilen Stahlblechkäfig. Konstrukteure und Instandhalter nutzen diese Baugröße häufig bei anspruchsvollen Wellenlagerungen im Maschinenbau.
Dieses Wälzlager bewährt sich vor allem in Konstruktionen mit kontinuierlicher Ölschmierung oder geschütztem Einbauraum im Gehäuse. Durch die offene Bauform gelangt das Schmiermittel ungehindert an Wälzkörper und Laufbahnen. Typische Einsatzfelder finden sich in geschlossenen Getrieben oder Wellenführungen mit externer Abdichtung. Die kompakte Querschnittsbreite von 16 mm erlaubt zudem platzsparende Lagerungskonzepte auf Wellen mit 45 mm Durchmesser.
Das Kennzeichen C3 signalisiert eine über dem Normalbereich liegende Radiallagerluft. Diese Eigenschaft gleicht thermische Dehnungen aus, wenn Welle und Innenring während des Betriebs wärmer werden als das umgebende Gehäuse. Auch bei festen Passungen trägt das vergrößerte Radialspiel dazu bei, Verspannungen der Wälzkörper zu vermeiden. Für Anwendungen im zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad unterstützt die C3-Klassifizierung dadurch eine gleichmäßige Drehbewegung und wirkt vorzeitigem Verschleiß entgegen.
Das Lager verfügt über einen Innendurchmesser von 45 mm, einen Außendurchmesser von 75 mm und eine Breite von 16 mm. Diese Maße entsprechen der metrischen Baureihe 6009. Der zylindrische Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus und fügt sich direkt in glatte Gehäusebohrungen ein.
Das Kürzel C3 steht für eine vergrößerte interne Lagerluft gegenüber der Normalausführung. Es bezeichnet den radialen Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahn im unmontierten Zustand. Dadurch bleibt das Lager auch dann leichtgängig, wenn Passungen den Innenring aufweiten oder Erwärmung im Betrieb zu ungleicher Wärmeausdehnung führt.
Offene Wälzlager besitzen weder Deck- noch Dichtscheiben, wodurch Reibungswiderstände an Dichtlippen entfallen. Schmierstoffe aus dem Gesamtsystem, wie Getriebeöl oder Fettnebel, erreichen unmittelbar die Kontaktstellen. Die Bauweise setzt allerdings voraus, dass das umgebende Maschinengehäuse das Lagerinnere vor Schmutzeintrag und Feuchtigkeit schützt.
Zulässig ist ein Temperatureinsatz von -20 bis +150 Grad Celsius. Die formstabilen Komponenten aus Wälzlagerstahl 100Cr6 und der Stahlblechkäfig behalten in dieser Spanne ihre mechanischen Eigenschaften. Bei der Auslegung der Lagerstelle muss lediglich die Temperaturbeständigkeit des eingesetzten Schmierstoffs berücksichtigt werden.
Das Lager entspricht der Standardtoleranzklasse P0 (auch als Normaltoleranz PN oder ABEC 1 bezeichnet). Diese Einstufung definiert Grenzwerte für Rundheit, Planlauf und Maßhaltigkeit der Ringe. Sie eignet sich für die überwiegende Mehrheit industrieller Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau.
Zum Einsatz kommt ein Stahlblechkäfig. Diese Bauform führt die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand, trennt diese zuverlässig und zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht aus. Der Käfig ist für Stoßbelastungen sowie im Betriebszustand auftretende Fliehkräfte ausgelegt.
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