KOYO
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Das Rillenkugellager 6311 C3 von JTEKT-KOYO ist mit 55x120x29 mm und vergrößertem Lagerspiel für den Betrieb bei thermischen Beanspruchungen ausgelegt.
Das Rillenkugellager 6311 C3 ist ein einreihiges Wälzlager für kombinierte Belastungen mit dominierendem Radialanteil. Gefertigt aus Wälzlagerstahl 100Cr6, verfügt dieses Fabrikat von JTEKT-KOYO über einen stabilen Stahlblechkäfig zur gleichmäßigen Führung der Wälzkörper. Mit einem Innendurchmesser von 55 mm, einem Außendurchmesser von 120 mm sowie einer Breite von 29 mm entspricht das Lager den genormten Hauptabmessungen. Es eignet sich für den industriellen Einsatz in Baugruppen, bei denen Reibungsarmut und präzise Führung gefordert sind.
Die offene Bauform kommt vorrangig in geschlossenen Baugruppen zum Einsatz, bei denen eine externe Ölschmierung oder gehäuseseitige Fettversorgung vorliegt. Da das Lager keine integrierten Dichtscheiben besitzt, gelangt das Schmiermittel ungehindert an die Wälzkörper. Die Ausführung ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius spezifiziert. Durch die C3-Klassifizierung kompensiert das Bauteil Wärmedehnungen zwischen Welle und Gehäuse ohne vorzeitige Verspannung der Laufbahnen.
Die Kennzeichnung C3 weist auf eine leicht erhöhte Radiallagerluft hin, die über dem normalen Standardbereich liegt. Dieses interne Radialspiel verringert sich im Einbauzustand durch feste Passungen auf der Welle sowie im Gehäuse. Treten im laufenden Betrieb zusätzliche Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auf, wirkt das erweiterte Ausgangsspiel einem Klemmen der Kugeln entgegen. Konstruktiv ist zu berücksichtigen, dass offene Wälzlager stets vor direktem Schmutzeintrag geschützt gelagert und montiert werden.
Das Lager besitzt eine Bohrung von 55 mm, einen Außendurchmesser von 120 mm und eine Breite von 29 mm. Der Außenring ist zylindrisch ohne Flansch oder Nut ausgeführt. Diese standardisierten Hauptabmessungen ermöglichen den Austausch in bestehenden Baugruppen nach den Vorgaben der Toleranzklasse Normal (P0/PN bzw. ABEC 1).
C3 kennzeichnet eine vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalluft. Dieses zusätzliche Radialspiel ist erforderlich, wenn feste Passungen den Innenring aufweiten oder höhere Betriebstemperaturen eine thermische Ausdehnung der Welle verursachen. Die C3-Ausführung trägt dazu bei, dass die Wälzkörper unter solchen Bedingungen ohne übermäßige Verspannung abrollen.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Da weder berührende Dichtungen noch empfindliche Kunststoffkäfige verbaut sind, bestimmt der Werkstoff 100Cr6 in Kombination mit dem Stahlblechkäfig diese Temperaturspanne. Das Schmiermittel muss für die im Betrieb auftretenden Temperaturen abgestimmt werden.
Ein offenes Rillenkugellager zeichnet sich durch ein geringes Reibungsmoment aus, da keine Dichtlippen am Innenring anliegen. Es ermöglicht die direkte Zirkulation von Gehäuseschmierstoffen wie Öl oder Fett im Lagerinneren. Diese Bauform setzt eine saubere Einbauumgebung oder externe Gehäusedichtungen voraus, damit Verunreinigungen nicht an die Laufbahnen gelangen.
Ringe und Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Dieser Werkstoff widersteht hohen rollenden Kontaktspannungen bei hoher Verschleißfestigkeit. Zur Führung und Beabstandung der Kugeln dient ein robuster Stahlblechkäfig, der auch bei Vibrationen oder wechselnden Drehzahlen formstabil bleibt.
Einreihige Rillenkugellager nehmen primär radiale Kräfte senkrecht zur Welle auf. Durch die tiefen Laufrillen in beiden Ringen können sie zusätzlich moderate axiale Kräfte in beiden Richtungen übertragen. Reine Axialbelastungen oder stark fluchtende Wellenversätze sollten vermieden werden, da das Lager keine Winkelbeweglichkeit aufweist.