SKF
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Das SKF Rillenkugellager 6203 -2RSLTN9/HC5C3WT (17x40x12 mm) bietet durch Siliziumnitrid-Keramikkugeln wirksamen Schutz vor Stromdurchgang und läuft reibungsarm unter anspruchsvollen Bedingungen.
Dieses einreihige Rillenkugellager 6203 -2RSLTN9/HC5C3WT kombiniert Ringe aus Wälzlagerstahl mit Wälzkörpern aus Siliziumnitrid. Als Hybridlager unterbricht es den Stromfluss zwischen Innen- und Außenring. Die Ausführung verfügt über berührungsarme Dichtungen auf beiden Seiten sowie einen Käfig aus Polyamid. Eine Befüllung mit Hochtemperaturfett deckt einen Einsatzbereich von +70 bis +120 Grad ab. Mit den Hauptabmessungen von 17 mm Bohrung, 40 mm Außendurchmesser und 12 mm Breite entspricht das Bauteil genormten Einbauräumen.
Der Einsatz dieser Ausführung empfiehlt sich vor allem für Lagerungsstellen, an denen elektrische Spannungen auftreten können. Typische Einsatzfelder finden sich in frequenzumrichtergesteuerten Motoren oder Generatoren, bei denen Stromdurchgang herkömmliche Stahllager beschädigen kann. Die isolierenden Keramikkugeln beugen elektrisch induzierter Riffelbildung auf den Laufbahnen vor. Zudem begünstigt die Verbindung aus Keramikwälzkörpern und dem elastischen Polyamidkäfig ein ruhiges Laufverhalten mit reduzierter Reibung.
Keramikkugeln aus Siliziumnitrid besitzen eine höhere Härte sowie eine geringere Dichte im Vergleich zu Wälzlagerstahl. Dies verringert Fliehkräfte im Lager und mindert Reibungsverschleiß bei dynamischer Beanspruchung. Die Ausführung weist die vergrößerte Radiallagerluft C3 auf. Dieser Spielraum gleicht betriebsbedingte Wärmeausdehnungen bei Temperaturen bis zu +120 Grad aus, ohne dass das Lager verspannt. Durch die berührungsarmen 2RSL-Dichtscheiben bleibt das Schmierfett im Innenraum, während die Reibung geringer als bei schleifenden Dichtungen ausfällt.
Die Wälzkörper bestehen aus Siliziumnitrid (Si3N4) und wirken als elektrische Isolatoren. Sie unterbrechen den galvanischen Kontakt zwischen Innen- und Außenring. Dies beugt Kraterbildung und Rillen auf den Laufbahnen vor, wie sie durch vagabundierende Ströme entstehen können. Zudem reduziert das geringere spezifische Gewicht der Keramik die Fliehkräfte bei hohen Drehzahlen.
Das Bauteil besitzt eine Innenbohrung von 17 mm, einen Außendurchmesser von 40 mm und eine Breite von 12 mm. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Nut. Die Abmessungen folgen den gängigen Normen der Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1.
Die Kennzeichnung 2RSL steht für beidseitig montierte, berührungsarme Dichtscheiben. Diese Konstruktion schützt das Lagerinnere vor Schmutzpartikeln und hält das Schmiermittel im Innenraum. Im Vergleich zu schleifenden Dichtungen erzeugt die berührungsarme Lippenanordnung geringere Reibungswärme, was einen energiesparenden Lauf unterstützt.
Das Kürzel C3 kennzeichnet eine vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser interne Spielraum ist vorteilhaft, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungen gewählt werden. So bleibt die Drehbeweglichkeit auch unter thermischer Belastung erhalten.
Das Lager ist für einen Temperaturbereich von +70 bis +120 Grad ausgelegt. Ausschlaggebend für dieses Betriebsfenster sind die Befettung mit Hochtemperaturfett (Kürzel WT) sowie der temperaturbeständige Polyamidkäfig (TN9). Der Schmierstoff behält in diesem Bereich seine Schmierwirkung bei.
Der Käfig mit der Kennzeichnung TN9 besteht aus Polyamid. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch geringes Eigengewicht, gute Dämpfungseigenschaften und Elastizität aus. Der Käfig führt die Keramikkugeln geräusch- und reibungsarm, was den ruhigen Lauf des Lagers im Betrieb unterstützt.
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