NKE
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Das Rillenkugellager 61922 -2Z-C3 von NKE Steyr (110x150x20 mm) bietet mit berührungslosen Spaltdichtungen und C3-Lagerluft reibungsarmen Lauf bei erhöhten Betriebstemperaturen.
Das einreihige Rillenkugellager 61922 -2Z-C3 von NKE Steyr gehört zur schmalen Maßreihe 619 und nimmt vorwiegend radiale sowie geringe axiale Kräfte auf. Durch die schlanke Bauform mit 110 mm Bohrung und 150 mm Außendurchmesser eignet sich die Konstruktion für platzsparende Wellenlagerungen. Ringe und Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Ein formstabiler Stahlblechkäfig führt die Kugeln gleichmäßig in der Laufrille. Das Lager ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad ausgelegt.
Dieses Wälzlager nutzen Konstrukteure und Instandhalter vor allem bei großem Wellendurchmesser und eng bemessenem Gehäusebauraum. Typische Einsatzbereiche finden sich im allgemeinen Maschinenbau bei rotierenden Wellen oder Hohlwellenkonstruktionen. Da der Außenring ohne Flansch und Ringnut gefertigt ist, lässt sich die Einheit bündig in zylindrische Gehäusebohrungen einpassen. Das Lager arbeitet dank der Toleranzklasse P0 (ABEC 1) im industriellen Standardbereich maßhaltig und ruhig.
Die Zusatzbezeichnung -2Z-C3 kennzeichnet zwei entscheidende Funktionseigenschaften. Die beidseitigen Deckscheiben (2Z) bilden eine berührungslose Spaltdichtung: Sie halten gröbere Schmutzpartikel ab, erzeugen jedoch keine zusätzliche Reibung. Das begünstigt höhere Drehzahlen im Vergleich zu schleifenden Dichtlippen. Die vergrößerte Radiallagerluft C3 dient dazu, thermische Dehnungsunterschiede zwischen Innen- und Außenring aufzufangen. Falls im Betrieb Temperaturgradienten entstehen oder feste Passungen das radiale Lagerspiel verringern, bleibt der Wälzkörperlauf frei von Verspannungen.
Das Rillenkugellager weist einen Innendurchmesser von 110 mm, einen Außendurchmesser von 150 mm sowie eine Breite von 20 mm auf. Durch diese schmale Querschnittshöhe lässt sich das Lager bei großen Wellenkonstruktionen mit geringem radialem Einbauraum integrieren. Die Maße entsprechen der metrischen Normreihe 619 für Schmallager.
Das Kürzel C3 steht für eine radial vergrößerte Lagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen mindert das Risiko von Verspannungen, falls betriebsbedingte Erwärmung oder feste Wellen- und Gehäusepassungen das Betriebsspiel verengen. Dadurch bleibt die Leichtgängigkeit auch bei Temperaturunterschieden erhalten.
Die Kennung 2Z oder ZZ beschreibt beidseitig angebrachte Deckscheiben aus Stahlblech. Diese Scheiben bilden einen feinen Spalt zum Innenring und wirken als berührungsfreie Dichtung. Sie schützen den Innenraum vor dem Eindringen von Staub sowie Feststoffpartikeln und halten das Schmierfett im Lager, ohne Bremsmomente oder Reibungswärme zu erzeugen.
Das Lager ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Innerhalb dieser Grenzen bleiben die Formstabilität des Wälzlagerstahls 100Cr6, der Stahlblechkäfig sowie die Passgenauigkeit der metallischen Deckscheiben erhalten. Für Einsätze außerhalb dieser Spanne sind gesonderte Hoch- oder Tieftemperatur-Ausführungen erforderlich.
Die massiven Ringe sowie die Wälzkörper werden aus durchgehärtetem Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) hergestellt. Dieser Werkstoff widersteht hohen rollenden Kontaktbelastungen. Zur Führung und Beabstandung der Wälzkörper dient ein formstabiler Käfig aus gepresstem Stahlblech, der geringes Eigengewicht mit unempfindlichem Verhalten im industriellen Einsatz vereint.
Das Modell entspricht der Standard-Toleranzklasse P0/PN, die international auch als ABEC 1 bezeichnet wird. Diese Genauigkeitsklasse definiert die normierten Toleranzen für Maß-, Form- und Rundlaufgenauigkeit im Maschinenbau und erlaubt eine wirtschaftliche Fertigung von Gehäusen und Wellen.
NKE AUSTRIA GmbH
Im Stadtgut C4, 4407 Steyr, Austria
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