SKF
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Das Rillenkugellager 6210 -2RS1/C3 von SKF bietet mit 50x90x20 mm, beidseitiger Schleifdichtung und C3-Lagerluft eine bewährte Lösung für Industrieantriebe.
Das Rillenkugellager 6210 -2RS1/C3 von SKF ist ein einreihiges Radialkugellager für Wellendurchmesser von 50 mm. Außenring und Innenring bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer zylindrischen Außenfläche ohne Flansch oder Nut. Im Inneren führen Kugeln aus Wälzlagerstahl in einem stabilen Stahlblechkäfig die Bewegung gleichmäßig. Als geschlossene Baueinheit nimmt dieses Wälzlager vorwiegend Radialkräfte sowie maßvolle Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Die Ausführung entspricht der Toleranzklasse P0 beziehungsweise Normal.
Dieses Wälzlager findet vorwiegend in rotierenden Maschinenteilen Verwendung, an denen mittlere bis hohe Radiallasten wirken und die Lagerstelle vor Partikeln oder Spritzwasser geschützt werden muss. Typische Einsatzfelder sind Industrieantriebe mit rotierenden Wellen, bei denen zusätzliche Axialkräfte in moderatem Umfang auftreten. Durch die Fertigung aus Wälzlagerstahl ist das Lager für Betriebstemperaturen zwischen -20 und +120 Grad Celsius ausgelegt.
Die Kennzeichnung 2RS1 steht für beidseitig angebrachte, berührende Dichtlippen, die das Eindringen von Staub, Feuchtigkeit und Fremdkörpern erschweren. Gleichzeitig verbleibt das Schmiermittel im Lagerinneren. Die Angabe C3 weist auf eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Standardausführung hin. Dieses vergrößerte Radialspiel gleicht thermische Dehnungen aus, wenn Innen- und Außenring im Betrieb unterschiedliche Temperaturen annehmen oder feste Passungen auf der 50-mm-Welle das Lager radial einengen.
Dieses einreihige Rillenkugellager weist einen Innendurchmesser von 50 mm, einen Außendurchmesser von 90 mm sowie eine Baubreite von 20 mm auf. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Ringnut. Diese genormten Hauptmaße erlauben einen direkten Austausch in entsprechenden Lagergehäusen und auf passenden Wellensitzen.
Die Ausführung 2RS1 verfügt über beidseitig angeordnete, schleifende Dichtlippen. Diese Dichtlippen liegen am Innenring an und bilden eine Barriere gegen das Eindringen von Staub, Schmutzpartikeln und Spritzwasser. Gleichzeitig halten sie den Schmierstoff im Innenraum des Wälzlagers zurück.
Die Lagerluftklasse C3 kennzeichnet ein Radialspiel, das über dem normalen Standardbereich liegt. Eine vergrößerte Lagerluft ist sinnvoll, wenn im laufenden Betrieb durch Erwärmung Temperaturunterschiede zwischen Welle und Gehäuse auftreten. Auch feste Passungen auf der 50-mm-Welle verringern das Betriebsspiel, sodass C3 dazu beiträgt, ein Klemmen zu vermeiden.
Der zulässige Betriebsbereich für dieses Modell liegt zwischen -20 und +120 Grad Celsius. Begrenzende Faktoren sind dabei neben dem Schmierstoff vor allem die verbauten Dichtungselemente. Innerhalb dieser thermischen Spanne behalten Werkstoff, Stahlblechkäfig und Dichtlippen ihre Formstabilität und Schutzwirkung.
Innenring, Außenring und Wälzkörper sind aus Standard-Wälzlagerstahl der Sorte 100Cr6 gefertigt. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch hohe Festigkeit im Wälzkontakt aus. Zur gleichmäßigen Führung der Kugeln dient ein Stahlblechkäfig. Das Lager verfügt über keine Stromisolierung und entspricht der Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1.
Als Radial-Rillenkugellager nimmt das Bauteil vorwiegend senkrecht zur Welle wirkende Querkräfte auf. Aufgrund der Laufrillen im Innen- und Außenring überträgt das Lager zusätzlich Axialkräfte in beiden Richtungen. Bei überwiegend axialer Belastung oder starken Kippmomenten empfiehlt sich jedoch die Prüfung alternativer Lagerbauarten.
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