SKF
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Das Rillenkugellager 6210 -2ZNR von SKF verbindet mit 50 mm Bohrung, 90 mm Außendurchmesser und Sprengring eine platzsparende axiale Fixierung im Gehäuse.
Das Rillenkugellager 6210 -2ZNR ist ein einreihiges Radialkugellager aus Wälzlagerstahl 100Cr6 für kombinierte Belastungen. Konstruktionen nutzen diese Ausführung vor allem zur Aufnahme radialer Kräfte bei gleichzeitigen axialen Führungsanforderungen. Zwei nichtschleifende Deckscheiben aus Stahlblech schützen den Innenraum vor dem Eindringen fester Schmutzpartikel. Durch die Kombination aus Ringnut und Sprengring am Außenring lässt sich das Bauteil axial im Gehäuse fixieren, ohne dass dafür zusätzliche Gehäuseschultern oder Sicherungsringe erforderlich sind.
Dieses Wälzlager kommt vor allem bei Anwendungen mit begrenztem axialem Bauraum zum Einsatz. Konstruktionen greifen darauf zurück, wenn Gehäusebohrungen durchgehend gefertigt sind und kein Platz für separate Gehäusedeckel besteht. Der Sprengring übernimmt die axiale Fixierung direkt an der Gehäusewand. Gleichzeitig führt der Stahlblechkäfig die Wälzkörper mit geringem Laufwiderstand. Die normale Radiallagerluft eignet sich für Anwendungen mit üblichen Passungen und normalen Betriebstemperaturen, bei denen keine thermische Ausdehnung ein vergrößertes Lagerspiel erfordert.
Die Nut mit vormontiertem Sprengring vereinfacht die Gehäusekonstruktion, weil glatte Durchgangsbohrungen im Lagersitz ausreichen. Aufwendige Eindrehungen oder Absätze für Sicherungsringe entfallen. Bei der Montage liegt der Sprengring an der Stirnseite der Gehäusebohrung an und definiert die axiale Endlage des Lagers präzise. Zusammen mit den beidseitigen Deckscheiben der Variante 2Z steht damit ein geschütztes Lager zur Verfügung, das Fremdkörper abwehrt und den Einbauaufwand in der Fertigung reduziert.
Die Kennzeichnung 2ZNR fasst zwei Ausstattungsmerkmale zusammen. Der Zusatz 2Z steht für beidseitig angebrachte Deckscheiben aus Blech, die das Lagerinnere vor Feststoffpartikeln schützen. Das Kürzel NR kennzeichnet eine Ringnut im Außenring samt passendem Sprengring. Diese Bauform ermöglicht eine axiale Fixierung im Gehäusesitz bei gleichzeitigem Schutz der inneren Laufbahnen.
Das Wälzlager verfügt über eine Bohrung von 50 mm, einen Außendurchmesser von 90 mm sowie eine Breite von 20 mm. Durch den am Außenring sitzenden Sprengring ragt der effektive Außendurchmesser an der Anschlagstelle über das Nennmaß von 90 mm hinaus. Diese Geometrie ist bei der Auslegung der Gehäusebohrung zu berücksichtigen.
Der Sprengring dient als axialer Anschlag im Gehäuse. Dadurch lassen sich Gehäusebohrungen ohne feste Gehäuseschulter durchgehend ausführen, was die mechanische Bearbeitung vereinfacht. Beim Einschieben schlägt der Ring an der Gehäusefläche an und begrenzt die axiale Verschiebung des Lagers. Das spart Bauraum und macht zusätzliche Befestigungselemente überflüssig.
Die Variante 2Z deckt das Lagerinnere durch beidseitige Blechscheiben berührungslos ab. Da kein Reibungskontakt zum Innenring vorliegt, entsteht keine zusätzliche Reibungswärme. Diese Abdeckung schirmt groben Staub sowie Partikel wirksam ab und eignet sich für Anwendungen, bei denen geringe Reibungsverluste im Vordergrund stehen.
Dieses Modell ist mit normaler Radiallagerluft gefertigt. Dieses Standard-Radialspiel ist für Anwendungen mit üblichen Passungen und normalen Betriebstemperaturen ausgelegt. Es trägt dazu bei, dass sich die Wälzkörper im Betrieb frei bewegen können und unerwünschte Verspannungen zwischen Innen- und Außenring vermieden werden.
Innen- und Außenring sowie die Kugeln bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Dieser durchgehärtete Chromstahl zeichnet sich durch Verschleißfestigkeit und Formstabilität aus. Der Käfig ist aus Stahlblech gefertigt, was ein geringes Bauteilgewicht mit stabiler Kugelpositionierung verbindet. Zudem entspricht das Modell der Normaltoleranzklasse P0 bzw. ABEC 1.
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