NSK
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 2 | 10,43 € | 198,08 € |
| 5 | 20,86 € | 187,65 € |
Das Rillenkugellager 6022 MC3 von NSK ist ein offenes, einreihiges Wälzlager mit 110 mm Bohrung, Messingkäfig und vergrößerter C3-Lagerluft für thermisch beanspruchte Industrieanwendungen.
Das einreihige Rillenkugellager 6022 MC3 von NSK nimmt in erster Linie radiale Kräfte sowie axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Gefertigt aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 zeichnet sich dieses Maschinenelement durch solide Formstabilität aus. Mit einem Innendurchmesser von 110 mm, 170 mm Außendurchmesser und einer Breite von 28 mm passt es in zahlreiche industrielle Konstruktionen. Das Bauteil erfüllt die Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 und deckt Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ab.
Dieses Radialkugellager eignet sich für Konstruktionen mit Wellendurchmessern von 110 mm, bei denen kombinierte Belastungen auftreten. Die offene Bauform erlaubt eine flexible Schmierung über das umgebende Gehäuse, sei es durch Ölumlauf oder Nachschmierung mit Fett. Weil keine Dichtscheiben Reibungswärme erzeugen, läuft das Lager auch bei höheren Umfangsgeschwindigkeiten widerstandsarm. Konstrukteure schätzen die zylindrische Außenringgeometrie ohne Flansch für einfache Bohrungssitze in geschlossenen Baugruppen.
Das Nachsetzzeichen MC3 verweist auf den massiven Messingkäfig und die erhöhte Radiallagerluft C3. Messing führt die Wälzkörper vibrationsarm und hält thermischen sowie dynamischen Belastungen stand. Die vergrößerte Lagerluft schafft zusätzlichen radialen Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen. Dies trägt dazu bei, ein Klemmen zu vermeiden, falls Temperaturunterschiede zwischen Welle und Gehäuse auftreten oder feste Passungen den Innenring aufweiten. Konstruktionen mit betriebsbedingter Erwärmung oder festen Presssitzen nutzen diese Ausführung daher bevorzugt.
Mit 110 mm Bohrung, 170 mm Außendurchmesser und 28 mm Breite entspricht das Lager den genormten Hauptabmessungen für entsprechende Wellen und Gehäuse. Der zylindrische Außenring verzichtet auf Nuten oder Flansche, wodurch sich das Bauteil bündig in glatte Gehäusebohrungen einpassen lässt.
Das Nachsetzzeichen M steht für den geführten Messingkäfig, während C3 eine gegenüber der Normalluft leicht vergrößerte radiale Lagerluft kennzeichnet. Diese Kombination eignet sich für Einsätze mit Schwingungsbelastung oder Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring, die das Lagerspiel im Betrieb reduzieren.
Offene Wälzlager besitzen weder Deck- noch Dichtscheiben und ermöglichen den ungehinderten Schmierstoffdurchtritt im Gehäuse. Zudem entfällt die Reibung berührender Dichtlippen, was die Wärmeentwicklung verringert. Im Gegenzug erfordert das Bauteil eine externe Abdichtung des Gehäuses gegen Schmutzeintrag und Schmierstoffaustritt.
NSK spezifiziert dieses Bauteil für Umgebungstemperaturen zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Die Werkstoffe aus 100Cr6-Wälzlagerstahl und der Messingkäfig behalten innerhalb dieses Spektrums ihre Form. Für den Betrieb ist ein Schmierstoff zu wählen, dessen thermische Belastbarkeit zu diesem Temperaturfenster passt.
Gefertigt nach Toleranzklasse P0 (entsprechend PN bzw. ABEC 1), deckt das Lager die üblichen Maß-, Form- und Laufgenauigkeiten im allgemeinen Maschinenbau ab. Es eignet sich für standardmäßige Industrieanforderungen, sofern keine erhöhten Präzisionsklassen vorgeschrieben sind.
Die Schmierstoffwahl richtet sich nach dem Gesamtkonzept der Baugruppe und den Einsatzbedingungen. In geschlossenen Aggregaten übernimmt häufig vorhandenes Schmieröl die Versorgung der Laufbahnen. Bei Fettbetrieb empfiehlt sich ein Wälzlagerfett, das für den Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad ausgelegt ist.
NSK Deutschland GmbH
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