SKF
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Das Rillenkugellager 61856 /C3 von SKF ist ein offenes, einreihiges Großlager mit 280 mm Bohrung und vergrößerter C3-Radiallagerluft.
Das Rillenkugellager 61856 /C3 ist ein einreihiges Wälzlager in schlanker Bauform mit den Hauptabmessungen 280 x 350 x 33 mm. Als offene Ausführung ohne integrierte Dichtungen ermöglicht diese Variante eine direkte Schmierstoffzufuhr im System. Gefertigt aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 führt ein robuster Stahlblechkäfig die Wälzkörper gleichmäßig. Das Lager stammt von SKF und bietet dank seiner schmalen Querschnittsgeometrie eine platzsparende Konstruktion bei gleichzeitig großem Wellendurchmesser.
Konstrukteure setzen das Rillenkugellager 61856 /C3 vor allem in Industrieanwendungen ein, die große Hohlwellen und kompakte radiale Bauräume erfordern. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinenbau sowie bei anspruchsvollen Wellenlagerungen mit begrenztem radialem Querschnitt. Das Lager nimmt vorwiegend radiale Kräfte sowie moderate axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Durch die offene Bauweise lässt es sich flexibel in bestehende Schmiersysteme der umgebenden Gehäusekonstruktion integrieren.
Die Kennzeichnung C3 kennzeichnet eine vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser zusätzliche Spielraum zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen gleicht thermische Ausdehnungen bei Betriebstemperaturen zwischen -20 und +150 Grad wirksam aus. Zudem kompensiert das Lagerspiel radiale Verengungen, die beim Fügen des Innenrings auf Wellen mit festen Passungen entstehen können. Bei der Montage ist auf eine externe Gehäuseabdichtung zu achten, um das offene Lager vor Verunreinigungen zu schützen.
Mit einem Innendurchmesser von 280 mm, einem Außendurchmesser von 350 mm und einer Breite von 33 mm ist das Lager für große Wellen konstruiert. Durch den geringen Querschnitt eignet sich die Bauart besonders für radial eng bemessene Einbauräume im Maschinenbau.
Das Nachsetzzeichen C3 steht für eine gegenüber der Normalluft vergrößerte Radiallagerluft. Dieser interne Bewegungsspielraum wirkt einem Verspannen der Wälzkörper bei betriebsbedingter Erwärmung oder Passungsübermaßen entgegen. Die C3-Ausführung trägt zur Vermeidung unzulässiger Vorlasten im laufenden Betrieb bei.
Ohne integrierte Dichtungen erlaubt die offene Bauweise eine freie Zirkulation von Schmierstoffen aus dem Maschinensystem. Sie ermöglicht die Schmierstoffversorgung über Gehäuseölbäder oder zentrale Schmierkreisläufe. Allerdings erfordert diese Ausführung eine externe Gehäuseabdichtung, um das Eindringen von Schmutzpartikeln und Feuchtigkeit zu verhindern.
Ausgelegt für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius, widerstehen der Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und der Stahlblechkäfig den thermischen Belastungen im industriellen Dauereinsatz. Die tatsächliche Temperaturgrenze hängt in der Praxis maßgeblich von den Eigenschaften des gewählten Schmierstoffs ab.
Ein formstabiler Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig auf Abstand und verhindert deren gegenseitigen Kontakt. Stahlblechkäfige bieten eine gute Schmierstoffdurchlässigkeit, geringe rotierende Massen sowie eine zuverlässige Führung über das gesamte zulässige Temperaturspektrum des Lagers.
Das Lager ist in der Standard-Toleranzklasse P0 beziehungsweise PN gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Einstufung bietet eine verlässliche Maß- und Laufgenauigkeit für reguläre Passungsverhältnisse und zylindrische Lagersitze im Maschinenbau.
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