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Das Rillenkugellager 61812 -C3 von NKE Steyr bietet mit 60x78x10 mm eine platzsparende Bauform und vergrößerte Lagerluft für thermisch beanspruchte Industrieanwendungen.
Das Rillenkugellager 61812 -C3 ist ein einreihiges Wälzlager in kompakter Dünnring-Ausführung mit den Maßen 60x78x10 mm. Es nimmt radiale Lasten sowie leichte axiale Führungskräfte auf engem Bauraum auf. Der Hersteller NKE Steyr fertigt das Lager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 mit einem Stahlblechkäfig. Durch die offene Bauform eignet sich dieses Rillenkugellager für Konstruktionen, bei denen Schmierstoff frei im Gehäuse zirkuliert oder eine externe Abdichtung vorliegt.
Der Einsatz erfolgt vorrangig in Industrieanwendungen, die einen geringen radialen Bauraum erfordern und bei erhöhten Betriebstemperaturen arbeiten. Bei einem Wellendurchmesser von 60 mm kommt die platzsparende Dünnring-Geometrie zur Geltung, wenn radiale Kräfte aufgenommen werden müssen. Die offene Bauform ermöglicht eine kontinuierliche Schmierstoffversorgung über das Gehäusesystem und unterstützt einen thermischen Bereich von -20 bis +150 Grad.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen Innenring, Außenring und Wälzkörpern dient dem Ausgleich thermischer Ausdehnungen, die im laufenden Betrieb oder bei Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse entstehen. Zudem mindert das C3-Lagerspiel das Risiko von Verspannungen bei festen Passungen. In Verbindung mit der Toleranzklasse P0/PN fördert dies eine gleichmäßige Lastverteilung.
Mit einer Bohrung von 60 mm, einem Außendurchmesser von 78 mm sowie einer schmalen Breite von 10 mm gehört das Lager zur Gruppe der Dünnringlager. Diese Abmessungen sparen wertvollen Einbauraum bei Konstruktionen mit vergleichsweise großem Wellendurchmesser, bei denen gleichzeitig radiale Kräfte auf engem Raum aufgenommen werden.
Die Angabe C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte radiale Lagerluft im Vergleich zum Standardspiel. Dieser zusätzliche interne Freiraum gleicht Wärmeausdehnungen bei Betriebstemperaturen bis +150 Grad aus und beugt einem Klemmen der Wälzkörper bei festen Passungen auf Welle oder Gehäuse vor.
Bei dieser Bauform verzichtet der Hersteller auf integrierte Dichtscheiben. Ein offenes Wälzlager weist ein geringes Reibmoment auf und lässt sich direkt über den Schmierstoffkreislauf der Maschine mit Öl oder Fett versorgen. Vor Schmutzeintritt schützen externe Dichtungselemente der umgebenden Baugruppe.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad. Diese thermische Beständigkeit resultiert aus dem Werkstoff 100Cr6 für Ringe sowie Wälzkörper und dem temperaturbeständigen Stahlblechkäfig. Für einen zuverlässigen Betrieb muss zudem das eingesetzte Schmiermittel auf die jeweiligen Einsatztemperaturen abgestimmt sein.
Im Lager führt ein Stahlblechkäfig die einreihig angeordneten Wälzkörper gleichmäßig auf Abstand. Der Werkstoff Stahlblech widersteht gängigen industriellen Schmierstoffen problemlos und bleibt auch bei Temperaturschwankungen bis +150 Grad formstabil, was den ruhigen Lauf des Lagers im Betrieb unterstützt.
Das Lager entspricht der Standard-Toleranzklasse P0 bzw. PN sowie ABEC 1. Diese Genauigkeitsklasse erfüllt die praxisüblichen industriellen Anforderungen an Rundlauf und Maßhaltigkeit für Standardanwendungen im Maschinenbau, ohne überhöhte Anforderungen an die Fertigung der Lagersitze zu stellen.
NKE AUSTRIA GmbH
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