FAG
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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| 35 | 4,24 € | 38,08 € |
Das zweireihige Rillenkugellager 4206 -BB-TVH von FAG (30x62x20 mm) nimmt radiale sowie beidseitig axiale Kräfte bei kompakter Bauweise auf.
Beim Rillenkugellager 4206 -BB-TVH handelt es sich um ein offenes, zweireihiges Wälzlager von FAG aus 100Cr6-Wälzlagerstahl. Durch zwei Kugelreihen nimmt die Ausführung höhere Radiallasten auf als einreihige Varianten gleicher Bohrung, benötigt mit 20 mm Breite jedoch wenig Bauraum. Das Lager weist einen Innendurchmesser von 30 mm sowie einen Außendurchmesser von 62 mm auf und arbeitet mit normaler Radiallagerluft in einem Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad Celsius.
Instandhalter und Konstrukteure nutzen diese Bauform vor allem dann, wenn die Tragfähigkeit einreihiger Kugellager nicht ausreicht und der vorhandene Einbauraum für Rollenlager zu schmal ist. Das Lager führt rotierende Wellen und nimmt Radialkräfte zusammen mit leichten bis mittleren Axialkräften in beiden Richtungen auf. Typische Einsatzgebiete liegen im allgemeinen Maschinenbau bei kompakten Wellenlagerungen, die eine ruhige Führung bei kombinierter Beanspruchung erfordern.
Das Nachsetzzeichen TVH verweist auf einen geführten Massivkäfig aus Polyamid. Dieser Werkstoff reduziert das Laufgeräusch und verringert das Trägheitsmoment der rotierenden Teile. Weil das Bauteil als offenes Lager ohne integrierte Dichtungen aufgebaut ist, erfolgt die Schmierung extern über den Gehäuseraum. Fett oder Öl gelangt direkt an die beiden Kugelreihen, was die Kühlung unterstützt. Gleichzeitig schützt eine externe Gehäuseabdichtung das Innenleben vor Verunreinigungen.
Mit einem Innendurchmesser von 30 mm, einem Außendurchmesser von 62 mm und einer Breite von 20 mm entspricht das Lager der genormten Maßreihe für zweireihige Rillenkugellager. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Nut, was das direkte Einpressen in standardisierte Gehäusebohrungen erleichtert.
Zwei parallele Kugelreihen verteilen die einwirkenden Radialkräfte auf eine größere Kontaktfläche. Dadurch steigt die Belastbarkeit gegenüber einreihigen Ausführungen mit identischem Bohrungs- und Außendurchmesser. Zudem stützt die Konstruktion Wellenführungen axial in beiden Richtungen ab, ohne dass zwei getrennte Lager gegeneinander angestellt werden müssen.
Die normale Radiallagerluft beschreibt das definierte radiale Innenspiel im unverspannten Lieferzustand. Sie passt zu regulären Wellen- und Gehäusepassungen bei ausgeglichenen Betriebstemperaturen. Durch das Aufpressen der Lagerringe verringert sich dieses Spiel im Einbauzustand soweit, dass das Lager geräuscharm und spielfrei abrollt.
Mangels eigener Dichtscheiben besitzt dieses Modell keine werkseitige Schmierfettfüllung. Die Schmierung erfolgt über das Gehäuse, wahlweise mit Schmieröl oder Wälzlagerfett. Anwender können das Schmiermittel exakt auf die Betriebstemperatur abstimmen, müssen die Lagerstelle aber über externe Wellendichtringe gegen Schmutzeintrag und Schmiermittelverlust absichern.
Die zulässigen Betriebstemperaturen liegen zwischen -30 und +120 Grad Celsius. Begrenzender Faktor ist neben dem Schmierstoff vor allem der Polyamidkäfig TVH, der innerhalb dieser Spanne formstabil und elastisch bleibt. Für den Einsatz sind Schmierstoffe zu wählen, deren Viskosität für diesen Temperaturbereich freigegeben ist.
Gefertigt nach der Standard-Toleranzklasse P0 (auch Normaltoleranz PN oder ABEC 1) erfüllt das Wälzlager die Kriterien für den allgemeinen Maschinenbau. Die Maß- und Rundlauftoleranzen der Ringe aus 100Cr6-Wälzlagerstahl erlauben einen definierten Sitz auf geschliffenen Wellen und in feingedrehten Gehäuseaufnahmen.
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