KOYO
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Das Pendelrollenlager 21311 RZW33 mit den Maßen 55x120x29 mm nimmt hohe Radiallasten auf und gleicht Fluchtungsfehler im Betrieb aus.
Das Pendelrollenlager 21311 RZW33 von JTEKT-KOYO ist ein offenes Wälzlager für anspruchsvolle mechanische Antriebe. Mit einer Bohrung von 55 mm, einem Außendurchmesser von 120 mm und einer Breite von 29 mm führt es rotierende Wellen bei hohen radialen Kräften. Durch die sphärische Außenringlaufbahn stellt sich das Rollenpaket bei Wellendurchbiegungen selbsttätig ein. Ein formstabiler Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper im thermischen Einsatzbereich von -20 bis +120 Grad Celsius.
Konstrukteure setzen dieses Pendellager vor allem bei Wellenlagerungen mit hohen radialen Belastungen ein. Die Bauart nimmt gleichzeitig starke Radialkräfte sowie beidseitig moderate Axialkräfte auf. Wenn Fluchtungsfehler zwischen Gehäusebohrung und Welle entstehen, gleicht die winkelbewegliche Konstruktion diese Schiefstellungen ohne übermäßige Kantenpressung aus. Da es sich um ein ungedichtetes Lager handelt, integrieren Anwender das Bauteil bevorzugt in geschlossene Gehäuse mit eigenem Schmierstoffkreislauf.
Die Kennzeichnung W33 steht für eine umlaufende Nut mit Schmierbohrungen im Außenring. Dieses Merkmal erleichtert das Nachschmieren im laufenden Betrieb, weil das Schmiermittel direkt zwischen die Rollensätze gelangt. Bei der Auswahl sollten Sie zudem die normale Radiallagerluft berücksichtigen. Diese Normalluft eignet sich für Standardpassungen ohne extreme Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring. Für die Fertigungsgenauigkeit gilt die Standard-Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 aus Wälzlagerstahl 100Cr6.
Die Abmessungen betragen 55 mm Innendurchmesser, 120 mm Außendurchmesser und 29 mm Baubreite. Diese Maße entsprechen den Vorgaben für genormte Industrie-Wälzlager dieser Baureihe. Achten Sie bei der Konstruktion auf passende Anschlussschultern an Welle und Gehäusewand.
Die offene Bauart ohne integrierte Dichtscheiben erlaubt den freien Durchfluss extern zugeführter Schmierstoffe über die Schmiernut im Außenring. Gleichzeitig reduziert das Fehlen berührender Dichtungen die Reibung im Betrieb. Um das Lager vor Schmutz zu schützen, sind externe Gehäusedichtungen wie Wellendichtringe erforderlich.
Die normale Radiallagerluft beschreibt das standardmäßige Spiel zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen im unverbauten Zustand. Sie ist für übliche Wellenpassungen und moderate Betriebstemperaturen ausgelegt. Nach dem Aufpressen auf die Welle verringert sich das Radialspiel durch die elastische Aufweitung des Innenrings auf das gewünschte Betriebsspiel.
Das Kürzel W33 kennzeichnet eine Schmierrille mit mehreren Schmierbohrungen am Außenring. Schmierstoffgeber können Schmierfett oder Schmieröl von außen direkt in das Innere des Rollensatzes einpressen. Dadurch verteilt sich das Schmiermittel gleichmäßig auf beide Rollenreihen und transportiert Abriebteilchen aus der Kontaktzone.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +120 Grad Celsius. Der Werkstoff 100Cr6 behält in diesem Temperaturfenster seine Härte und Gefügestabilität. Für den Betrieb ist ein geeigneter Schmierstoff zu wählen, dessen Viskosität die Anforderungen innerhalb dieser thermischen Grenzwerte erfüllt.
Ein gestanzter Stahlblechkäfig führt die Rollenkörper in gleichmäßigem Abstand. Stahlblech zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht bei hoher mechanischer Festigkeit aus. Der Käfig hält üblichen Schmierstoffen sowie Erschütterungen im angegebenen Temperaturbereich stand.