TIMKEN
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Das Pendelrollenlager 23022 KEJW33 (110x170x45 mm) gleicht Fluchtungsfehler eigenständig aus und nimmt kombinierte Lasten bei Temperaturen von -30 bis +200 Grad auf.
Das Pendelrollenlager 23022 KEJW33 ist ein offenes Wälzlager für anspruchsvolle Industrieanwendungen mit kombinierten Radial- und Axialbelastungen. Mit den Hauptabmessungen von 110 mm Bohrung, 170 mm Außendurchmesser sowie 45 mm Breite eignet sich diese Bauform für Wellenlagerungen, bei denen Fluchtungsfehler oder Wellendurchbiegungen auftreten. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), arbeitet das Lager in einem Temperaturbereich von -30 bis +200 Grad. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Rollensätze gleichmäßig und hält mechanischen Belastungen stand.
Dieses zweireihige Rollenlager eignet sich vor allem für schwere Maschinenkonstruktionen, bei denen elastische Wellendurchbiegungen oder Fluchtungsfehler zwischen den Gehäusesitzen ausgeglichen werden müssen. Durch die hohlkugelige Laufbahn im Außenring stellt sich der Rollensatz winkelbeweglich ein. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinenbau, in Förderanlagen sowie in Getrieben mit hohen Radialkräften. Die Ausführung mit normaler Radiallagerluft bietet dabei ein ausgewogenes Laufverhalten unter Standard-Betriebsbedingungen.
Die konische Bohrung im Kegelverhältnis 1:12 ermöglicht eine feste Montage direkt auf einem kegeligen Wellensitz oder mittels Spann- und Abziehhülsen auf zylindrischen Wellen. Sie justieren die gewünschte Radialluft beim Aufschieben über den axialen Verschiebeweg. Für die Nachschmierung verfügt der Außenring über eine umlaufende Schmiernut mit Schmierbohrungen. Dies erleichtert die Zufuhr von Schmierstoff direkt in die Kontaktzone der Wälzkörper, wodurch Sie den Wartungsaufwand an der offenen Lagerstelle reduzieren.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 110 mm, einen Außendurchmesser von 170 mm und eine Breite von 45 mm. Mit diesen Abmessungen entspricht es der genormten Baureihe 23022. Die Toleranzen von Bohrung, Außendurchmesser und Laufgenauigkeit bewegen sich innerhalb der Standard-Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1.
Das Nachsetzzeichen W33 kennzeichnet eine umlaufende Schmiernut sowie Schmierbohrungen im Außenring des Lagers. Diese Konstruktion leitet zugeführtes Schmierfett oder Schmieröl auf direktem Weg symmetrisch zwischen die beiden Rollenreihen. Bei offenen Lagern unterstützt dieses System eine wirksame Nachschmierung während des laufenden Betriebs.
Lager mit einem Bohrungskegel von 1:12 werden entweder auf einen konischen Wellenzapfen gepresst oder mit Spannhülsen auf glatten Wellen fixiert. Während des Aufschiebens weitet sich der Innenring, wodurch sich die radiale Lagerluft verringert. Die korrekte Passung kontrollieren Monteure üblicherweise über die verbleibende Radialluft oder den axialen Verschiebeweg.
Der zulässige Betriebsbereich liegt zwischen -30 und +200 Grad Celsius. Der verwendete Wälzlagerstahl 100Cr6 sowie der Stahlblechkäfig widerstehen diesen Temperaturen ohne unzulässige Gefügeveränderungen. Beachten Sie bei höheren Betriebstemperaturen stets die Temperaturbeständigkeit des eingesetzten Schmierstoffs.
Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand und verhindert den direkten Kontakt benachbarter Rollen. Er zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht bei gleichzeitig solider mechanischer Festigkeit aus. Durch seine schlanke Bauweise verbleibt im Lagerinneren ausreichend Freiraum für die Verteilung von Schmiermitteln.
Als offenes Wälzlager ist diese Ausführung für Einbauorte gedacht, bei denen das umgebende Maschinengehäuse die Abdichtung übernimmt. Offene Lager ermöglichen eine direkte Schmierung über Schmierbohrungen und eignen sich für Anwendungen mit Umlaufschmierung oder für Umgebungen, in denen eine regelmäßige Zufuhr frischen Schmierfetts vorgesehen ist.
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