FAG
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 2 | 11,86 € | 225,45 € |
| 5 | 23,73 € | 213,58 € |
Das Pendelrollenlager 22220 -E1-XL-K-C4 von FAG verbindet eine konische 100-mm-Bohrung mit vergrößerter C4-Lagerluft für schwere radiale und axiale Belastungen.
Das Pendelrollenlager 22220 -E1-XL-K-C4 von FAG ist ein zweireihiges Wälzlager für anspruchsvolle Industrieanwendungen mit hohen Radialkräften und beidseitig wirkenden Axiallasten. Bei den Hauptabmessungen von 100 mm Bohrung, 180 mm Außendurchmesser und 46 mm Breite gleicht die tonnenförmige Rollenanordnung Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen im Betrieb selbsttätig aus. Als offenes Lager aus Wälzlagerstahl 100Cr6 besitzt die Ausführung eine Schmiernut mit Schmierbohrungen am Außenring für ein direktes Nachschmieren.
Konstrukteure und Instandhalter setzen diese Ausführung bevorzugt bei hoch belasteten Lagerungen ein, an denen dynamische Wellendurchbiegungen oder Schiefstellungen auftreten. Durch den konstruktiven Winkelausgleich behält die Lagerung ihre volle Tragfähigkeit, selbst wenn Gehäusefluchten geringfügig abweichen. Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper zuverlässig. Zudem deckt das Lager einen weiten Temperaturbereich von -30 bis +200 Grad ab, wodurch es sich für thermisch anspruchsvolle Einsatzumgebungen eignet.
Die kegelige Bohrung im Verhältnis 1:12 ermöglicht eine sichere Befestigung auf konischen Wellensitzen sowie mittels Spann- oder Abziehhülsen auf zylindrischen Wellen. Beim axialen Aufschieben reduziert sich das radiale Lagerspiel messbar. Die stark vergrößerte Lagerluft C4 gleicht diesen Aufpressvorgang sowie betriebsbedingte Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring aus. Dadurch bleibt eine ausreichende Betriebslagerluft erhalten, ohne dass sich das System im Betrieb unzulässig verspannt.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 100 mm, einen Außendurchmesser von 180 mm sowie eine Breite von 46 mm auf. Diese standardisierten Hauptabmessungen ermöglichen den passgenauen Einbau in genormte Lagergehäuse oder Maschinengestelle.
Das Nachsetzzeichen K kennzeichnet eine kegelige bzw. konische Bohrung mit dem Standardkegel 1:12. Diese Bauform erleichtert die Montage auf kegeligen Wellenzapfen oder ermöglicht die Verwendung von Standard-Spannhülsen, um das Lager kraftschlüssig auf glatten zylindrischen Wellen zu fixieren.
Die Kennzeichnung C4 steht für eine stark vergrößerte Radiallagerluft oberhalb der Standardluft und oberhalb von C3. Dieser erweiterte Spielraum ist notwendig, weil das Aufpressen auf konische Sitze die Lagerluft verringert und im industriellen Dauerbetrieb zusätzliche thermische Ausdehnungen zwischen Innen- und Außenring aufgefangen werden müssen.
Die Schmiernut in Verbindung mit den durchgehenden Schmierbohrungen im Außenring dient dem einfachen Nachschmieren der Lagerstelle im eingebauten Zustand. Schmierfett oder Schmieröl lässt sich so über Schmiernippel im Gehäuse direkt mittig zwischen die beiden Rollenreihen einbringen, was die gleichmäßige Versorgung der Laufbahnen unterstützt.
Da es sich um eine offene Ausführung ohne integrierte Dichtungen handelt, bestimmen die Umgebungsbedingungen sowie die Betriebstemperatur die Wahl des Schmierstoffs. Je nach Konstruktion erfolgt die Schmierung mit Industrieölen oder Wälzlagerfetten über das umgebende Gehäuse, wobei externe Dichtungen das Lager vor Schmutzeintrag schützen sollten.
Der zulässige Einsatzbereich erstreckt sich von -30 bis +200 Grad. Durch den verwendeten Wälzlagerstahl 100Cr6 und den hitzebeständigen Stahlblechkäfig bleibt das Bauteil auch bei erhöhter Prozesswärme formstabil, sofern ein geeigneter Schmierstoff für diese thermischen Bedingungen verwendet wird.
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