NKE
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| 30 | 6,20 € | 55,82 € |
Das zweireihige Pendelkugellager 1312 von NKE Steyr (60x130x31 mm) gleicht Fluchtungsfehler selbsttätig aus und eignet sich für flexible Lagerungsstellen im industriellen Maschinenbau.
Das Pendelkugellager 1312 ist ein zweireihiges Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 mit zylindrischer Bohrung. Durch die gemeinsame hohlkugelige Laufbahn im Außenring stellt sich das Lager winkeleinstellbar ein, wenn Wellendurchbiegungen oder Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse auftreten. Mit einer 60-mm-Bohrung, 130 mm Außendurchmesser und 31 mm Breite deckt die Konstruktion genormte Standardabmessungen ab. Das Bauteil ist in normaler Radiallagerluft sowie der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1 ausgeführt.
Konstruktionen mit langen Wellen oder elastischen Gehäusestrukturen nutzen diese Bauform, da Schiefstellungen zwischen Innen- und Außenring im Betrieb selbsttätig ausgeglichen werden. Das Pendelkugellager 1312 nimmt radiale Lasten auf und kann moderate Axialkräfte in beide Richtungen übertragen. Typische Einsatzbereiche finden sich im allgemeinen Maschinenbau bei Lagerungsstellen, bei denen Durchbiegungen der Welle unter Last konstruktiv nicht vollständig vermeidbar sind.
Als offenes Lager besitzt diese Ausführung keine integrierten Dichtscheiben. Dadurch lassen sich Schmierstoffart und Schmierintervall über die jeweilige Gehäusekonstruktion flexibel abstimmen. Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper und bleibt im Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad formstabil. Da die Abdichtung extern erfolgt, müssen Schmierstoffe vor Schmutzeintrag geschützt werden, was den Einsatz in geschlossenen Gehäusen oder mit separaten Wellendichtringen erfordert.
Zwei Kugelreihen laufen in separaten Rillen des Innenrings und teilen sich eine durchgehende hohlkugelige Laufbahn im Außenring. Diese Geometrie ermöglicht das freie Verschwenken des Innenrings samt Kugelsatz. Dadurch gleicht das Bauteil Fluchtungsfehler sowie fertigungsbedingte Fluchtungsungenauigkeiten ohne Zwangskräfte auf die Wälzkörper aus.
Das Lager verfügt über einen Innendurchmesser von 60 mm, einen Außendurchmesser von 130 mm sowie eine Baubreite von 31 mm. Diese genormten Hauptabmessungen erleichtern den Austausch bestehender Lagerungen nach Standardmaßen im industriellen Maschinenbau.
Normale Radiallagerluft beschreibt das werkseitig festgelegte Radialspiel im unmontierten Zustand, das für übliche Wellen- und Gehäusepassungen ausgelegt ist. Es trägt dazu bei, dass nach dem Einpressen auf die Welle genügend Betriebsspiel für einen leichten Lauf verbleibt, solange keine außergewöhnlichen Temperaturgradienten zwischen Innen- und Außenring vorliegen.
Der zulässige Betriebsbereich erstreckt sich von -30 bis +150 Grad. Der verwendete Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und der unempfindliche Stahlblechkäfig behalten innerhalb dieser Grenzen ihre Formstabilität. Bei der Auslegung müssen Anwender lediglich darauf achten, dass das gewählte Schmiermittel für die Betriebstemperatur geeignet ist.
Da das Lager ohne werkseitige Dichtungen ausgeliefert wird, erfolgt die Schmierung über das umgebende System mit Schmieröl oder extern eingebrachtem Wälzlagerfett. Die offene Bauweise erlaubt den kontinuierlichen Schmierstoffaustausch im Gehäuse, setzt jedoch externe Dichtelemente wie Radial-Wellendichtringe voraus, um Schmutz fernzuhalten.
Das Modell entspricht der Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Dieser Standard definiert die zulässigen Maß- und Rundlauftoleranzen für normale industrielle Ansprüche und unterstützt eine passgenaue Montage auf geschliffenen Wellensitzen und in standardisierten Lagergehäusen.
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