NKE
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Das Pendelkugellager 1222 -M bietet mit 110 mm Bohrung, Messingkäfig und hohlkugeligem Außenring die gezielte Aufnahme von Wellendurchbiegungen und Fluchtungsfehlern.
Das Pendelkugellager 1222 -M von NKE Steyr ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 mit zylindrischer Bohrung. Mit den Abmessungen 110 mm Bohrung, 200 mm Außendurchmesser und 38 mm Breite nimmt dieses Lager vorwiegend radiale Belastungen sowie geringe Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Durch die gemeinsame hohlkugelige Laufbahn im Außenring stellen sich die beiden Kugelreihen zwanglos ein. Dies gleicht Schiefstellungen zwischen Innen- und Außenring im laufenden Betrieb aus, ohne die Reibung übermäßig zu steigern.
Dieses Wälzlager kommt in Lagerstellen zum Tragen, bei denen fertigungsbedingte Fluchtungsfehler oder elastische Durchbiegungen der Welle auftreten. Durch die zweireihige Bauweise gleicht das Pendelkugellager Winkelabweichungen selbsttätig aus, was Kantenpressung und Verspannungen im Lagersitz verringert. Überall dort, wo Gehäusebohrungen fertigungstechnisch abweichen oder sich Wellen unter Betriebslast elastisch verformen, unterstützt die Konstruktion einen vibrationsarmen Lauf und erhält die freie Drehbewegung.
Das Nachsetzzeichen -M kennzeichnet einen Messingkäfig, der die Wälzkörper sicher führt. Der Werkstoff Messing weist eine hohe Festigkeit bei Schwingungsbelastungen auf und eignet sich für Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad Celsius. In der offenen Ausführung ohne Dichtscheiben erfolgt die Schmierung flexibel mit Schmieröl oder Schmierfett über eine bauseitig abgedichtete Gehäusekonstruktion. Die Fertigung erfolgt mit normaler Radiallagerluft in Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1.
Mit 110 mm Innendurchmesser, 200 mm Außendurchmesser und einer Breite von 38 mm entspricht das Lager den genormten Hauptabmessungen. Als Werkstoff dient Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 mit zylindrischer Bohrung. Die Fertigung erfolgt nach Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 für standardisierte Lagersitze.
Zwei symmetrisch geführte Kugelreihen laufen auf getrennten Innenring-Rillen und teilen sich eine durchgehende, hohlkugelige Außenring-Laufbahn. Dadurch schwenkt das Kugelpaket bei Durchbiegung der Welle oder Fluchtungsfehlern des Gehäuses reibungsarm aus der Mittellage. Dies verringert kantenförmige Spannungsspitzen an den Wälzkörpern und entlastet die Lagerstelle im Betrieb.
Der Zusatz -M kennzeichnet die Ausrüstung mit einem Messingkäfig zur Führung der Wälzkörper. Messing zeichnet sich durch hohe Festigkeit sowie günstige Notlaufeigenschaften aus. Wälzlager mit dieser Käfigvariante eignen sich für Betriebsbedingungen mit Schwingungen, wechselnden Drehzahlen und erhöhten mechanischen Beanspruchungen.
Als offenes Lager besitzt diese Ausführung keine integrierten Schleif- oder Deckscheiben. Die Lagerstelle erfordert daher eine externe Abdichtung über die Gehäusekonstruktion, um das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit abzuwehren. Die Schmierung kann bedarfsgerecht mit Schmierfett oder Schmieröl erfolgen.
Der zulässige Betriebsbereich reicht von -30 bis +150 Grad Celsius. Maßgebend für diese Spanne sind die thermische Stabilität des 100Cr6-Wälzlagerstahls sowie der temperaturbeständige Messingkäfig. Bei der Auslegung der Betriebstemperatur sollten Anwender stets die thermischen Grenzen des gewählten externen Schmierstoffs berücksichtigen.
Normale Lagerluft kennzeichnet das werkseitig vorgesehene radiale Spiel im unmontierten Zustand. Dieses Spiel ist so abgestimmt, dass nach dem Aufpressen des Innenrings auf die Welle und dem Einpassen in das Gehäuse die notwendige betriebliche Beweglichkeit der Wälzkörper erhalten bleibt.
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