ZEN
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Das zweireihige Pendelkugellager 1304 -TNH von ZEN mit 20 mm Bohrung gleicht Winkelfehler bei Fluchtungsungenauigkeiten elastisch aus.
Das zweireihige Pendelkugellager 1304 -TNH dient der Führung rotierender Wellen, wenn Durchbiegungen oder Fluchtungsfehler zwischen den Gehäusesitzen auftreten. Durch die gemeinsame hohlkugelige Laufbahn im Außenring stellen sich die beiden Kugelreihen im Betrieb selbsttätig ein. ZEN fertigt dieses Wälzlager aus Wälzlagerstahl 100Cr6 in der Toleranzklasse P0 (Normaltoleranz bzw. ABEC 1), passend für Wellen mit 20 mm Durchmesser und Gehäusebohrungen von 52 mm.
Bei Konstruktionen mit langen Wellen oder Schiefstellungen unterstützt die winkeleinstellbare Bauform den gleichmäßigen Lauf der Wälzkörper. Typische Einsatzbereiche finden sich im allgemeinen Maschinenbau bei Lagerstellen mit Neigung zu Durchbiegungen. Überall dort, wo Gehäusebohrungen fertigungsbedingt nicht exakt fluchten oder Wellen unter Belastung nachgeben, nimmt das Lager radiale Kräfte ohne Kantenpressung auf. Die offene Konstruktion erlaubt eine direkte Einbindung in bestehende Schmierkreisläufe mit Öl oder Fett.
Der Kennbuchstabe des Pendelkugellagers verweist auf den integrierten Käfig aus Polyamid. Dieser Werkstoff reduziert die bewegte Masse der rotierenden Teile und sorgt für einen geräuscharmen, vibrationsgedämpften Lauf. Das Lager ist für einen Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad ausgelegt. Da es sich um ein ungedichtetes Lager handelt, benötigt die Lagerstelle eine externe Abdichtung am Gehäuse gegen Schmutzeintrag und Schmierstoffverlust. Die normale Radiallagerluft bietet bei regulären Einbaupassungen ein passendes Betriebsspiel.
Das Lager verfügt über einen Innendurchmesser von 20 mm, einen Außendurchmesser von 52 mm und eine Breite von 15 mm. Diese Abmessungen erlauben den direkten Austausch in Lagerstellen mit entsprechenden Standardmaßen für zweireihige Pendelkugellager.
Im Außenring befindet sich eine durchgehende, hohlkugelige Laufbahn. Die beiden Kugelreihen des Innenrings können sich darin frei um den Lagermittelpunkt schwenken. Dadurch gleicht das Lager Schiefstellungen der Welle oder Gehäuseversatz im laufenden Betrieb eigenständig aus, ohne dass schädliche Zwangskräfte auf die Wälzkörper wirken.
Ein Käfig aus Polyamid führt die Kugeln reibungsarm und federt Stöße elastisch ab. Im Vergleich zu schwereren Metallkäfigen senkt das Material das Trägheitsmoment und mindert Laufgeräusche. Das Bauteil bleibt formstabil innerhalb des zulässigen Betriebsbereichs von -30 bis +120 Grad.
Offene Lager besitzen keine herstellerseitig montierten Dichtscheiben. Sie eignen sich für Anwendungen, bei denen das umgebende Maschinengehäuse die Abdichtung übernimmt oder eine Ölzirkulation die Lagerstelle kontinuierlich versorgt. Vor der Inbetriebnahme ist eine Schmierung mit passendem Wälzlagerfett oder Getriebeöl erforderlich.
Normale Radiallagerluft kennzeichnet das herstellungsbedingte Radialspiel ohne zusätzliche Kennzeichnung. Sie trägt dazu bei, dass das Lager nach dem Aufpressen des zylindrischen Innenrings auf eine Welle weder klemmt noch übermäßiges Spiel aufweist, solange passende Lagersitze vorliegen.
Innen- und Außenring sowie die Wälzkörper bestehen aus durchgehärtetem Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Dieser Werkstoff bietet eine hohe Verschleißfestigkeit gegen Ermüdung unter wechselnder Wälzbeanspruchung, während der Innenring in solider Standardausführung gefertigt ist.
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