SKF
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Das Pendelkugellager 2210 E-2RS1TN9/C3 von SKF gleicht mit 50 mm Bohrung Schiefstellungen aus und schützt dank Schleifdichtungen vor Verschmutzung.
Das Pendelkugellager 2210 E-2RS1TN9/C3 ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer gemeinsamen hohlkugeligen Laufbahn im Außenring. Diese Bauform ermöglicht es dem Lager, Fluchtungsfehler und Wellendurchbiegungen während des Betriebs selbsttätig auszugleichen. Mit den Abmessungen von 50 mm Bohrungsdurchmesser, 90 mm Außendurchmesser sowie 23 mm Breite nimmt dieses Wälzlager vorwiegend radiale Kräfte auf und stützt die rotierende Welle im Gehäuse ab.
Der Einsatz dieser Lagereinheit empfiehlt sich bei elastischen Durchbiegungen der Welle oder fluchtungsungenauen Gehäusebohrungen. Die zweireihig angeordneten Wälzkörper rollen im Außenring kantenfrei ab, wodurch Zwangskräfte bei leichten Schiefstellungen verringert werden. Durch die beidseitig schleifende Dichtung bleibt das Lagerinnere vor dem Eindringen von Staub sowie Feuchtigkeit geschützt und eignet sich für anspruchsvolle Betriebsumgebungen.
Die Kombination aus berührenden 2RS1-Dichtscheiben und einem leichten Polyamidkäfig (TN9) begünstigt einen ruhigen Lauf bei geringer Reibung. Der Werkstoff des Käfigs dient der elastischen Führung der Kugeln innerhalb eines Temperaturbereichs von -30 bis +100 Grad Celsius. Durch die leicht erhöhte Radiallagerluft der Klasse C3 gleicht das Lager thermische Ausdehnungen bei Betriebserwärmung aus, was unerwünschten Verspannungen zwischen Innen- und Außenring gezielt entgegenwirkt.
Das Lager verfügt über einen Innendurchmesser von 50 mm, einen Außendurchmesser von 90 mm und eine Breite von 23 mm. Es entspricht der Standard-Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 und besitzt einen Innenring in Standardausführung.
Im Außenring befindet sich eine durchgehende, sphärisch geformte Laufbahn, auf der sich die beiden Kugelreihen frei einstellen können. Bei Fluchtungsfehlern oder leichten Schiefstellungen zwischen Innen- und Außenring schwenkt das Kugelsystem mit, sodass punktuelle Kantenspannungen vermieden werden.
Dieses Nachsetzzeichen kennzeichnet eine beidseitig angebrachte, schleifende Dichtung. Die Dichtlippen liegen am Innenring an und halten Schmutzpartikel sowie Feuchtigkeit vom Lagerinneren fern, während sie dem Austritt von Schmierstoff entgegenwirken.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine gegenüber dem Normalwert leicht vergrößerte Radiallagerluft. Sie bietet einen gezielten Ausgleichsspielraum, wenn feste Passungen auf der 50-mm-Welle montiert werden oder betriebsbedingte Temperaturdifferenzen zwischen dem Innenring und dem Gehäuse zu einer radialen Verengung führen.
Der Polyamidkäfig TN9 führt die Kugeln beider Reihen reibungsarm und leise. Das Material verringert das Trägheitsmoment der rotierenden Wälzkörper und deckt den spezifizierten Temperatureinsatzbereich von -30 bis +100 Grad Celsius vollständig ab.
Die Ringe und Wälzkörper sind aus klassischem Standard-Wälzlagerstahl der Sorte 100Cr6 gefertigt. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch hohe Formstabilität unter Belastung sowie eine ausgeprägte Verschleißfestigkeit der Laufbahnen aus.
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