NACHI
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Das Pendelkugellager 2212 von NACHI (60x110x28 mm) gleicht Fluchtungsfehler aus und eignet sich für Lagerungen mit Wellendurchbiegungen.
Das Pendelkugellager 2212 ist ein zweireihiges Wälzlager mit einer gemeinsamen hohlkugeligen Laufbahn im Außenring. Diese Konstruktion ermöglicht es dem Bauteil, Schiefstellungen zwischen Innen- und Außenring selbsttätig auszugleichen. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 mit einem Außendurchmesser von 110 mm sowie einer 60 mm Bohrung, nimmt das Lager primär radiale Kräfte auf. Sie finden diesen Lagertyp an Lagerstellen, an denen Montageungenauigkeiten oder elastische Biegungen der Welle auftreten.
Dieses zweireihige Lager kommt in Konstruktionen mit längeren Wellen zum Einsatz, bei denen Durchbiegungen unter Last auftreten können. Durch die sphärische Außenringlaufbahn schwenken die Wälzkörper samt Innenring frei im Außenring, ohne das Lager unzulässig zu verkanten. Konstrukteure und Instandhalter nutzen diese Eigenschaft, um Zwangskräfte auf die Lagerung zu reduzieren. Typische Einsatzfelder sind Lagerstellen mit zylindrischem Wellensitz und potenziellen Fluchtungsabweichungen.
Das Pendelkugellager 2212 besitzt keine integrierten Dichtscheiben. Daher erfordert die Lagerstelle eine externe Abdichtung des Gehäuses, um das Eindringen von Schmutz oder Feuchtigkeit zu verhindern. Ein Stahlblechkäfig führt die beiden Kugelreihen und erlaubt den Einsatz im Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad Celsius. Stimmen Sie das Schmiermittel, Fett oder Schmieröl, auf die jeweilige Betriebstemperatur und Drehzahl Ihrer Anwendung ab.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 60 mm, einen Außendurchmesser von 110 mm sowie eine Breite von 28 mm auf. Der Innenring ist in Standardausführung mit zylindrischer Bohrung ausgeführt, sodass Sie das Lager direkt auf eine passende zylindrische Welle montieren.
Der Außenring verfügt über eine durchgehende, hohlkugelig geschliffene Laufbahn für beide Kugelreihen. Durch diese sphärische Form kann sich die Einheit aus Innenring, Kugeln und Stahlblechkäfig innerhalb des Lagers frei neigen. Fluchtungsfehler durch Fertigungsungenauigkeiten der Gehäuse oder Wellendurchbiegungen gleicht das Lager so ohne nennenswerte Mehrbelastung der Laufbahnen aus.
Die normale Radiallagerluft definiert das standardmäßige interne Spiel zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen im unverbauten Zustand. Dieser Spielraum federt die Verengung durch den Festsitz auf der Welle sowie die thermische Ausdehnung im Betrieb ab. Er eignet sich für Standardanwendungen mit üblichen Passungen und durchschnittlichen Betriebstemperaturen.
Dank des Werkstoffs 100Cr6 und des verbauten Stahlblechkäfigs lässt sich das Lager in einem Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad Celsius betreiben. Da es sich um ein offenes Lager ohne elastomere Dichtlippen handelt, bestimmt vor allem das gewählte Schmiermittel die tatsächliche thermische Einsatzgrenze in Ihrer Lagerstelle.
Das Pendelkugellager wird in der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1 gefertigt. Diese Klasse deckt die üblichen Genauigkeitsanforderungen des Maschinenbaus ab. Sie definiert die zulässigen Grenzmaße für Bohrungsdurchmesser, Außendurchmesser sowie die Rundlaufgenauigkeit der Lagerringe.
Die offene Ausführung erlaubt den vollen Schwenkwinkel der Kugelreihen im Außenring und ermöglicht eine freie Schmierstoffwahl über das Gehäusesystem. Offene Wälzlager werden typischerweise in geschlossenen Gehäusekonstruktionen verbaut, deren externe Dichtungen das Lager vor Verschmutzungen schützen und das Schmiermittel in der Lagerstelle halten.
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