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Das zweireihige Pendelkugellager 1306 -K-TV (30x72x19 mm) gleicht Winkelfehler bei Wellendurchbiegungen aus und verfügt über eine konische Bohrung.
Das Pendelkugellager 1306 -K-TV von NKE Steyr ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer gemeinsamen hohlkugeligen Laufbahn im Außenring. Diese Bauweise erlaubt dem Innenring mitsamt den beiden Kugelreihen ein kontrolliertes Ausschwenken, wodurch Fluchtungsfehler oder Durchbiegungen der Welle im Betrieb ausgeglichen werden. Mit den Hauptabmessungen von 30 mm Bohrung, 72 mm Außendurchmesser und 19 mm Breite deckt die Ausführung typische Konstruktionsanforderungen ab. Das offene Lager besitzt normale Radiallagerluft und arbeitet in Temperaturbereichen von -30 bis +120 Grad.
Der Einsatz des Pendelkugellagers 1306 -K-TV empfiehlt sich vor allem dort, wo elastische Wellen oder bauliche Toleranzen zu Schiefstellungen zwischen Welle und Gehäuse führen. Die zweireihige Kugelgeometrie nimmt radiale Kräfte auf und gleicht statische sowie dynamische Winkelfehler selbsttätig aus. Dadurch mindern sich zusätzliche Kantenpressungen an den Wälzkörpern wirkungsvoll.
Dank der offenen Ausführung lässt sich das Schmiermittel flexibel auf die jeweilige Umgebungsbedingung abstimmen. Konstrukteure nutzen diese Lagerung bevorzugt bei längeren Wellenabständen oder Rahmenkonstruktionen, bei denen eine exakte Fluchtung beider Gehäusesitze fertigungstechnisch schwer umsetzbar ist.
Die konische Bohrung mit dem Kegelverhältnis 1:12 ermöglicht Ihnen eine Montage auf kegeligen Wellensitzen oder unter Verwendung passender Spann- und Abziehhülsen. Über den axialen Verschiebeweg stellen Sie die gewünschte Passung und die verbleibende Lagerluft ein. Der integrierte Polyamidkäfig begünstigt dabei eine geräuscharme Führung der Kugeln und reduziert das rotierende Gewicht.
Prüfen Sie vor dem Einbau, ob die normale Radiallagerluft für Ihren Betriebsfall genügt. Da das Lager ungedichtet ausgeführt ist, muss Ihre Konstruktion bauseitig vor Schmutz geschützt und mit einem geeigneten Fett oder Öl versorgt werden.
Dieses zweireihige Lager besitzt einen Außenring mit hohlkugeliger Laufbahn, in dem sich Kugelkränze und Innenring frei ausrichten können. Es kompensiert Schiefstellungen der Welle, verfügt über einen leichten Polyamidkäfig und entspricht der normalen Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1. Das Bauteil ist für Betriebstemperaturen von -30 bis +120 Grad ausgelegt.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 30 mm an der Bohrung, einen Außendurchmesser von 72 mm sowie eine Baubreite von 19 mm auf. Die Bohrungsform ist kegelig mit einem Steigungsverhältnis von 1:12 ausgeführt. Als Werkstoff dient Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) für Innenring, Außenring und Kugeln.
Lager mit dem Kennbuchstaben K besitzen eine kegelige Bohrung und werden entweder direkt auf einen passenden kegeligen Wellenzapfen oder mittels einer Spannhülse auf einer zylindrischen Welle befestigt. Beim axialen Aufschieben auf den Kegelsitz weitet sich der Innenring, wodurch sich das radiale Lagerspiel messbar verringert und ein fester Sitz entsteht.
Das Nachsetzzeichen TV kennzeichnet einen Käfig aus Polyamid, der die beiden Kugelreihen gleichmäßig führt und voneinander trennt. Polyamid bietet eine dämpfende Führung bei geringem Eigengewicht, was einen leisen Lauf begünstigt. Das Material ist formbeständig innerhalb des für dieses Bauteil spezifizierten Temperaturbereichs von -30 bis +120 Grad.
Da dieses Pendellager ohne integrierte Dichtscheiben geliefert wird, wählen Sie das Schmiermittel passend zu Ihren Betriebsbedingungen frei aus. Sie können wahlweise Schmierfett oder Schmieröl einsetzen. Da offene Lagerungen empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen sind, müssen Sie die Lagerstelle im Gehäuse durch externe Dichtringe vor Schmutz und Feuchtigkeitszutritt schützen.
Normale Radiallagerluft bezeichnet das werksseitige Radialspiel zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen im unverbauten Zustand. Da sich der Innenring bei der Montage auf einer konischen Welle oder Hülse radial aufweitet, verringert sich dieses Spiel beim Aufpressen. Ein ausreichendes Restspiel im Betrieb bleibt für den leichten Kugelumlauf erforderlich.
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