SKF
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| 30 | 7,64 € | 68,72 € |
Das Pendelkugellager 1311 ETN9/C3 von SKF bietet mit 55 mm Bohrung und C3-Lagerluft einen mechanischen Ausgleich von Wellendurchbiegungen und Fluchtungsfehlern.
Das zweireihige Pendelkugellager 1311 ETN9/C3 gleicht Fluchtungsfehler und Wellendurchbiegungen im Betrieb selbsttätig aus. Die gemeinsame hohlkugelige Laufbahn im Außenring ermöglicht das freie Einstellen der Wälzkörper, wodurch Zwangskräfte vermieden werden. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) und ausgeführt in Normaltoleranz P0/PN (ABEC 1), eignet sich dieses offene Wälzlager für industrielle Wellenlagerungen mit standardmäßigen Einbauanforderungen.
Konstrukteure und Instandhalter nutzen dieses zweireihige Lager vor allem dort, wo elastische Durchbiegungen langer Wellen oder Fluchtungsfehler zwischen Gehäusesitzen auftreten. Es nimmt radiale Lasten sowie beidseitig geringe Axialkräfte auf. Da es sich um eine offene Ausführung ohne integrierte Dichtscheiben handelt, wird das Lager in ein geschmiertes Umfeld eingebaut. Die Umgebungskonstruktion muss vor Verschmutzung schützen und das Schmiermittel im Lagerbereich halten.
Die Nachsetzzeichen ETN9 und C3 kennzeichnen gezielte funktionale Eigenschaften. Das Kürzel ETN9 steht für einen Käfig aus Polyamid, der für reibungsarmen Lauf sorgt und den zulässigen Temperaturbereich auf -30 bis +120 Grad festlegt. Das Zeichen C3 bezeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft. Dieses vergrößerte Spiel dient dazu, betriebsbedingte Erwärmung oder feste Passungen auszugleichen, ohne dass sich das Lager im Betrieb verspannt.
Mit einer zylindrischen Bohrung von 55 mm, einem Außendurchmesser von 120 mm und einer Baubreite von 29 mm entspricht das Lager den standardisierten Abmessungen. Diese Maße ermöglichen den passgenauen Einbau auf entsprechenden Wellensitzen und in passenden Gehäusebohrungen.
Die Lagerluft C3 bietet im Einbauzustand mehr radiales Spiel als die Standardluftklasse. Das verhindert das Klemmen der Wälzkörper, wenn Innen- und Außenring durch feste Passungen aufgeweitet werden oder wenn während des Betriebs Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse entstehen.
Der Polyamidkäfig führt die Wälzkörper mit geringer Eigenmasse und zeichnet sich durch gute Dämpfungseigenschaften aus. Er trägt zu einer ruhigen Führung der beiden Kugelreihen bei und ist für einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis +120 Grad ausgelegt.
Als offenes Wälzlager besitzt diese Ausführung keine integrierten Dichtlippen oder Deckscheiben. Dadurch kann Schmierstoff im Betrieb frei zirkulieren. Gleichzeitig muss die angrenzende Konstruktion über Gehäusedichtungen verfügen, um das Lager vor Verunreinigungen und Feuchtigkeit zu schützen.
Der Außenring besitzt eine durchgehende, hohlkugelige Innenlaufbahn. Die beiden Kugelreihen des Innenrings können sich darin im laufenden Betrieb winklig einstellen. Das verhindert Kantenpressung und gleicht Wellenschiefstellungen oder Gehäuseversatz innerhalb der zulässigen Grenzen mechanisch aus.
Offene Pendelkugellager werden bei der Montage mit Schmierfett oder Schmieröl versehen. Die gezielte Auswahl des Schmiermittels richtet sich nach den auftretenden Betriebstemperaturen, der Drehzahl sowie den Umgebungsbedingungen der jeweiligen Lagerstelle.
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