IKO
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Das Nadellager (massiv) RNA6913 von IKO ist ein offenes, zweireihiges Wälzlager ohne Innenring mit den Abmessungen 72x90x45 mm für radiale Führungen.
Mit dem Nadellager (massiv) RNA6913 von IKO steht ein kompaktes Bauteil für Lagerungen mit geringem radialem Bauraum zur Verfügung. Durch die Ausführung ohne Innenring laufen die Wälzkörper direkt auf einer gehärteten Welle, was eine steife Konstruktion unterstützt. Die Fertigung in der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1 und der Stahlblechkäfig tragen zu einem gleichmäßigen Rundlauf bei. Eine integrierte Umfangsnut mit Schmierbohrungen vereinfacht dabei die kontinuierliche Schmierstoffversorgung im laufenden System.
Diese zweireihige Lagerausführung kommt vor allem bei Konstruktionen zum Einsatz, die eine hohe radiale Tragfähigkeit auf engem Raum erfordern. Durch den Verzicht auf einen Innenring lässt sich der Wellendurchmesser vergrößern, ohne das Gehäusemaß zu erweitern. Typische Einsatzbereiche finden sich im allgemeinen Maschinenbau, bei denen die Welle als direkte Laufbahn dient. Das Lager fungiert als Loslager und nimmt rein radiale Kräfte bei Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad auf.
Bei der Auslegung der Lagerstelle mit dem Nadellager (massiv) RNA6913 steht die Beschaffenheit der Welle im Mittelpunkt. Weil kein eigener Innenring vorhanden ist, muss die Gegenlauffläche auf der Welle gehärtet und feinstbearbeitet sein, um die normale Radiallagerluft zu erreichen. Da es sich um ein offenes Lager handelt, ist eine externe Abdichtung der Baugruppe vorzusehen. Die vorhandene Umfangsnut mit Schmierbohrung erleichtert es, Schmiermittel von außen gezielt zwischen die beiden Nadelreihen einzubringen.
Mit 72 mm Bohrung beziehungsweise Hüllkreisdurchmesser, 90 mm Außendurchmesser und 45 mm Breite bietet das zweireihige Lager eine breite Führungsfläche für die Wälzkörper im Gehäuse.
Die innenringlose Konstruktion erlaubt es, die Wälzkörper direkt auf einer gehärteten Welle laufen zu lassen. Dies spart radialen Bauraum ein und ermöglicht den Einsatz stärker dimensionierter Wellen bei gleichem Außendurchmesser.
Über die außenliegende Umfangsnut und die integrierten Schmierbohrungen gelangt Schmierstoff direkt in das Lagerinnere. Das Schmiermittel verteilt sich auf beide Nadelreihen, was die Nachschmierung über das Gehäuse im laufenden Betrieb vereinfacht.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +120 Grad. Innerhalb dieser Spanne behalten der massive Außenring und der verbaute Stahlblechkäfig ihre formstabile Führung der Nadeln bei üblichen Schmierverfahren bei.
Diese Einstufung entspricht der Normaltoleranz für Wälzlager. Sie definiert genormte Maß-, Form- und Laufgenauigkeiten für den Außenring und die Laufbahnen, wodurch das Lager passgenau in entsprechende Gehäusebohrungen montiert werden kann.
Als offenes Lager besitzt die Ausführung keine integrierten Dichtungen. Aus diesem Grund muss die umgebende Gehäusekonstruktion mit externen Dichtelementen versehen werden, um das Austreten von Schmierstoff und das Eindringen von Schmutzpartikeln zu verhindern.