NTN
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 25 | 2,06 € | 39,05 € |
| 35 | 4,12 € | 36,99 € |
Das Nadellager (massiv) NK65/35 R von NTN bietet mit 65 mm Bohrung und 78 mm Außendurchmesser eine kompakte, hoch belastbare Radiallagerung.
Dieses einreihige Nadellager (massiv) NK65/35 R ist als offenes Wälzlager ohne Innenring konstruiert. Durch den Verzicht auf einen eigenen Innenring beansprucht die Lagerung geringen radialen Bauraum, da die Wälzkörper direkt auf der gehärteten Welle abrollen. NTN fertigt dieses Modell mit einem Stahlblechkäfig, der die Nadeln führt. Eine eingearbeitete Umfangsnut mit Schmierbohrungen im spanend gefertigten Außenring erleichtert die Schmierstoffzufuhr im laufenden Betrieb.
Konstrukteure wählen diese Bauform vor allem für Lagerstellen mit hohen radialen Kräften bei stark begrenzten Platzverhältnissen. Typische Anwendungen finden sich in kompakten Baugruppen, bei denen die Welle direkt als Laufbahn genutzt werden kann. Da es sich um ein reines Radial- und Loslager handelt, nimmt das Bauteil ausschließlich radiale Kräfte auf. Axialkräfte müssen separate Bauteile abfangen. Der Einbau dieses offenen Lagers erfolgt üblicherweise in geschlossenen Gehäusen mit Öl- oder Fettschmierung.
Beim Einbau dient die Welle unmittelbar als innere Laufbahn des Lagers. Daher muss die Wellenoberfläche für den Kontakt mit den Nadeln gehärtet und feinstbearbeitet sein. Die normale Radiallagerluft stellt sich erst nach der Montage durch das Zusammenspiel von Wellen- und Gehäusepassung ein. Beachten Sie zudem den zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +100 Grad, der durch den Werkstoff und Käfig vorgegeben ist. Für den Nachschmierbetrieb lässt sich die Schmierbohrung im Außenring direkt an Schmierkanäle anbinden.
Mit einer Bohrung von 65 mm, einem Außendurchmesser von 78 mm und einer Baubreite von 35 mm beansprucht die Lagerstelle wenig radialen Bauraum. Da kein Innenring beiliegt, entspricht der Bohrungsdurchmesser dem Hüllkreis der Nadeln und bestimmt unmittelbar den erforderlichen Durchmesser der Laufbahn auf der Welle.
Die Ausführung ohne Innenring spart wertvollen radialen Bauraum und ermöglicht bei gleichem Gehäusedurchmesser den Einsatz einer stärkeren Welle. Der Wellenzapfen übernimmt hierbei direkt die Funktion der inneren Laufbahn. Voraussetzung dafür ist eine entsprechend gehärtete und maßgenau geschliffene Oberfläche der Welle.
Der massive Außenring verfügt über eine Umfangsnut sowie Schmierbohrungen. Über diese Kanäle lässt sich Schmierstoff von außen gezielt zwischen Käfig und Nadeln leiten. Da es sich um eine offene Ausführung ohne integrierte Dichtungen handelt, müssen Gehäusedichtungen das Lager vor Schmutzeintrag und Schmierstoffverlust schützen.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +100 Grad. Diese Spanne ermöglicht den Einsatz in moderaten Industrieumgebungen. Bei der Auslegung sollte darauf geachtet werden, dass auch der verwendete Schmierstoff sowie die Abdichtung des Gehäuses für die auftretenden Betriebstemperaturen geeignet sind.
Dieses Nadellager entspricht der Standard-Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Diese Genauigkeitsklasse deckt die üblichen industriellen Anforderungen an Rundlauf und Maßgenauigkeit im Maschinenbau ab und unterstützt einen passgenauen Sitz in fachgerecht bearbeiteten Gehäusebohrungen.
Nein, dieses Nadellager ist ein reines Radiallager und dient konstruktiv als Loslager. Es kann Längsausdehnungen der Welle ausgleichen, führt diese jedoch nicht in axialer Richtung. Treten in der Konstruktion axiale Kräfte auf, müssen diese durch zusätzliche Axiallagerungen oder Führungselemente abgefangen werden.