NTN
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Das Nadellager (massiv) NA69/28 R von NTN bietet mit Innenring und 28x45x30 mm Maßen hohe radiale Tragfähigkeit auf engem Raum.
Das Nadellager (massiv) NA69/28 R ist ein radial kompaktes Wälzlager mit spanend gefertigtem Außenring, separatem Innenring und geführtem Nadelkranz. NTN Nadellager fertigt diese Ausführung mit einer 28 mm Bohrung, 45 mm Außendurchmesser und 30 mm Breite. Durch den mitgelieferten Innenring benötigt die Welle keine gehärtete oder geschliffene Lauffläche. Die offene Konstruktion ermöglicht eine direkte Einbindung in bestehende Öl- oder Fettschmierkreisläufe.
Dieses einreihige Nadellager nimmt ausschließlich radiale Belastungen auf und fungiert im System typischerweise als Loslager. Der Einsatz erfolgt bevorzugt an Lagerstellen, an denen bei begrenztem radialem Bauraum hohe Radialkräfte wirken. Typische Anwendungsfelder finden sich im allgemeinen Maschinenbau, in Getriebestufen sowie an Umlenk- und Antriebswellen. Da das Lager keine axialen Führungskräfte aufnimmt, müssen separate Bauteile die axiale Fixierung der Welle übernehmen.
Der enthaltene Innenring erleichtert die Konstruktion, weil herkömmliche Wellenwerkstoffe ohne zusätzliche Oberflächenhärtung genutzt werden können. Für eine kontinuierliche Schmierstoffversorgung verfügt der massive Außenring über eine Umfangsnut mit Schmierbohrungen. Dies vereinfacht das Nachschmieren im eingebauten Zustand. Ein Stahlblechkäfig führt die zylindrischen Wälzkörper. Mit der normalen Radiallagerluft und der Toleranzklasse P0/PN eignet sich das Lager für gängige industrielle Passungskombinationen.
Mit 28 mm Innendurchmesser, 45 mm Außendurchmesser und 30 mm Gesamtbreite stellt die Baureihe NA69 eine breite Auflagefläche für hohe Radialkräfte bei vergleichsweise geringem Außendurchmesser bereit.
Als gehärtete Laufbahn für den Nadelkranz erspart der Innenring das aufwendige Härten oder Feinschleifen der Welle. Bei Bedarf lässt sich der Innenring getrennt vom Außenring montieren, was den Einbau in Gehäuse und auf Wellen erleichtert.
Die Schmiernut auf der Außenseite verteilt das Schmiermittel gleichmäßig über den Umfang, während die Bohrungen Schmierfett oder Öl direkt in das Lagerinnere leiten. Dies erlaubt ein unkompliziertes Nachschmieren über Gehäuseanschlüsse während des Betriebs.
Für dieses offene Nadellager ist ein Betriebstemperaturbereich von -20 bis +100 Grad zulässig. Der integrierte Stahlblechkäfig bleibt in diesem Fenster formstabil. Die tatsächliche Temperaturgrenze hängt in der Praxis zusätzlich vom gewählten Schmierstoff ab.
P0 beziehungsweise PN steht für die reguläre Standard-Toleranzklasse nach DIN- und ISO-Normen, vergleichbar mit ABEC 1 im US-Standard. Sie definiert die zulässigen Maß- und Rundlauftoleranzen für normale industrielle Genauigkeitsanforderungen ohne gesteigerte Präzisionsvorgaben.
Bei staubigen, feuchten oder aggressiven Umgebungsbedingungen empfiehlt sich der Einsatz externer Gehäusedichtungen oder Wellendichtringe, da das Lager werkseitig ungekapselt gefertigt wird. Diese Dichtungen verhindern das Eindringen von Schmutzpartikeln und halten das Schmiermittel im Lagerbereich.