KOYO
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Die Nadelhülse B88 von JTEKT-KOYO nimmt bei kompakten Abmessungen von 12,738 x 17,475 x 12,7 mm hohe radiale Belastungen auf.
Als spanlos geformtes Radiallager beansprucht die Nadelhülse B88 nur minimalen radialen Bauraum. Das Wälzlager besitzt einen Stahlblechkäfig, der die zylindrischen Wälzkörper führt. Durch die offene Bauweise ohne Dichtung eignet sich das Bauteil vor allem für geschmierte Systeme, in denen das Schmiermittel des Umlaufs direkt an die Laufbahnen gelangt. JTEKT-KOYO spezifiziert diese Komponente für einen thermischen Einsatzbereich von -20 bis +120 Grad.
Konstruktionen mit stark begrenztem Einbauraum nutzen diese einreihige Nadelhülse zur Aufnahme hoher Querkräfte. Da der Außendurchmesser lediglich 17,475 mm beträgt, lassen sich kompakte Lagerstellen auf engem Raum realisieren. Typische Einsatzfelder finden sich in Radialwellenlagerungen, bei denen reine Radialkräfte bei geringem Einbauquerschnitt aufgenommen werden müssen. Das Lager läuft in der Regel unmittelbar auf der gehärteten sowie geschliffenen Welle, wodurch ein separater Innenring entfällt und rotierende Massen reduziert werden.
Vor dem Einbau erfordert diese Ausführung ohne Schmierbohrung eine geplante Schmierstoffversorgung über das Gehäuse oder die Stirnseiten. Weil keine integrierte Dichtung vorliegt, dienen externe Dichtelemente wie Wellendichtringe dem Schutz der Laufbahn vor Schmutzeintrag. Der dünnwandige Außenring erhält seine exakte Form durch das Einpressen in eine maßhaltige Gehäusebohrung. Beim Einbau ist ein achsparalleles Einpressen mit passendem Dorn zweckmäßig, um Verformungen am Blechkörper zu vermeiden.
Dieses Wälzlager verfügt über eine Bohrung von 12,738 mm, einen Außendurchmesser von 17,475 mm sowie eine Gesamtbreite von 12,7 mm. Diese Abmessungen erfordern präzise gefertigte Gehäusebohrungen sowie abgestimmte Wellendurchmesser, damit die dünnwandige Hülse ihre exakte Betriebsform einnimmt.
Die offene Ausführung ohne Dichtlippen begünstigt einen ungehinderten Schmierstoffaustausch bei Öl- oder Tauchschmierung im Gehäuseinneren. Zudem reduziert der Verzicht auf schleifende Dichtelemente das Reibmoment im Dauerbetrieb. Bei Anwendungen in staubiger Umgebung müssen externe Dichtungen wie Wellendichtringe den Schutz übernehmen.
Die zulässige Betriebstemperatur liegt zwischen -20 und +120 Grad. Begrenzende Faktoren sind hierbei vor allem die Schmierstoffstabilität sowie die Wärmedehnung der beteiligten Gehäusewerkstoffe. Der eingebaute Stahlblechkäfig ist für diese Betriebstemperaturen ausgelegt.
Da dieses Modell keine Schmierbohrung aufweist, gelangt Schmierstoff axial über die offenen Stirnseiten in den Nadelkranz. Je nach Konstruktion erfolgt die Schmierstoffzufuhr über das umgebende Aggregat oder eine Erstbefettung bei der Montage.
Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper parallel zueinander und verhindert ein Aneinanderreiben der Nadeln. Dadurch verteilen sich die radialen Lasten gleichmäßig auf die Wälzkörperreihe. Zudem hält der Käfig die Nadeln auch bei Fliehkräften in Position.