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Das Nadel-Schrägkugellager NKIB5906 von NKE Steyr verbindet radiale Nadellagerung mit beidseitiger Axialführung auf kompaktem Bauraum von 30x47x25 mm.
Das Nadel-Schrägkugellager NKIB5906 ist ein kombiniertes Wälzlager für kompakte Konstruktionen, die gleichzeitig hohe Radialkräfte und axiale Führungskräfte verlangen. Durch die Verbindung eines Nadellagers mit einem integrierten Schrägkugellager spart diese Baueinheit wertvollen Bauraum ein. Hersteller NKE Steyr fertigt das Lager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 mit der Normaltoleranz P0 beziehungsweise ABEC 1. Das offene Lager eignet sich für geschützte Baugruppen mit zentraler Schmierstoffversorgung.
Der Einsatz des Nadel-Schrägkugellagers NKIB5906 empfiehlt sich bei Konstruktionen mit geringem radialem Einbauraum, die eine wechselseitige axiale Fixierung der Welle erfordern. Der Radialteil mit Nadelkranz stützt hohe Querkräfte ab, während die Kugelführung wechselnde Axialkräfte aufnimmt. Typische Anwendungen finden sich im allgemeinen Getriebebau, in dem präzise Wellenführung gefragt ist. Da das Lager beidseitig axial wirkt, genügt oft eine einzelne Lagerstelle zur Festlegung statt zweier getrennter Bauteile.
Der zweiteilige Innenring erleichtert die Montage der Welle und ermöglicht die spielfreie axiale Abstützung der Kugellaufbahn. Bei der Auslegung sollten Konstrukteure beachten, dass das Lager ungedichtet ausgeführt ist. Die Lagerstelle benötigt daher eine externe Abdichtung in der Gehäusekonstruktion gegen das Eindringen von Schmutz und den Austritt von Schmierstoff. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper in einem zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius.
Mit einer Bohrung von 30 mm, einem Außendurchmesser von 47 mm und einer Breite von 25 mm bietet das Lager kompakte Abmessungen. Durch dieses schlanke Querschnittsverhältnis lässt sich die kombinierte Lagerung in Gehäusen mit begrenztem Einbaudurchmesser montieren, ohne auf die beidseitige axiale Führung der Welle zu verzichten.
Die Kombination aus Nadelkranz und Schrägkugellager nimmt sehr hohe radiale Lasten sowie axiale Führungskräfte in beide Richtungen auf. Der zweiseitig wirkende Kugelteil legt die Welle axial fest, sodass keine zusätzlichen Axialdrucklager erforderlich sind. Das reduziert den konstruktiven Montageaufwand im Getriebebau.
Konstruktionsbedingt ermöglicht die zweiteilige Ausführung des Innenrings den Einbau der Kugeln für den axialen Führungsteil. Bei der Montage auf der Welle werden beide Innenringhälften axial gegeneinander verspannt, damit die Wälzkörper exakt und spielfrei in ihren Laufbahnen abrollen.
Als offenes Wälzlager ohne integrierte Dichtscheiben erfordert die Lagerstelle externe Dichtelemente wie Wellendichtringe oder Labyrinthdichtungen in der Gehäusewand. Zur Schmierung eignen sich Wälzlagerfette oder Schmieröle, die vor Inbetriebnahme in Radial- und Axialteil gleichmäßig eingebracht werden.
Die Betriebstemperatur dieses Lagers mit Stahlblechkäfig reicht von -20 bis +120 Grad Celsius. Für einen zuverlässigen Betrieb muss das eingesetzte Schmiermittel auf diesen thermischen Bereich abgestimmt sein, damit der Schmierfilm zwischen den Laufbahnen aus Wälzlagerstahl 100Cr6 stabil bleibt.
Gefertigt nach der Toleranzklasse P0 (entspricht ABEC 1), deckt das Bauteil die üblichen Anforderungen an Maß- und Rundlaufgenauigkeit im Maschinenbau ab. Diese Normaltoleranz genügt den praktischen Anforderungen für präzise Wellenführungen bei standardmäßigen Passungsmaßen.
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