FAG
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Das Zylinderrollenlager NU207 -E-XL-M1A-C4 von FAG mit 35 mm Bohrung dient als zerlegbares Loslager für hohe Radialkräfte bei thermischer Beanspruchung.
Das Zylinderrollenlager NU207 -E-XL-M1A-C4 von FAG Wälzlager ist ein einreihiges Radial-Wälzlager für Industrieanwendungen mit rein radialer Lastaufnahme. Mit den Hauptabmessungen 35 mm Bohrung, 72 mm Außendurchmesser sowie 17 mm Breite fungiert die NU-Bauform als reines Loslager. Da der Außenring feste Borde besitzt und der Innenring bordlos ausgeführt ist, lässt sich der Innenring beidseitig herausnehmen. Dies erleichtert die Montage der einzelnen Lagerringe auf Welle und Gehäuse.
Dieses einreihige Rollenlager eignet sich vor allem für Lagerungsstellen, an denen thermisch bedingte Längenänderungen der Welle zwangfrei ausgeglichen werden müssen. Durch den beidseitig verschiebbaren Innenring nimmt das Lager axiale Verschiebungen direkt im Wälzkörperbereich auf. Typische Einsatzfelder finden sich in Wellenlagerungen, bei denen hohe radiale Kräfte aufgenommen werden müssen, während axiale Führungsaufgaben durch ein separates Festlager erfolgen.
Die Ausführung mit der Kennzeichnung C4 weist eine stark vergrößerte radiale Lagerluft auf. Sie wirkt einem Klemmen der Rollen entgegen, wenn im Betrieb erhebliche Temperaturunterschiede zwischen Welle und Gehäuse auftreten oder feste Passungen das Radialspiel verringern. Ergänzt wird die Konstruktion durch den außenbordgeführten Messing-Massivkäfig M1A. Dieser massive Käfig führt die Zylinderrollen auch bei wechselnden Drehzahlen, Vibrationen und Stoßbelastungen zuverlässig in der Laufbahn.
Das Wälzlager weist einen Innendurchmesser von 35 mm, einen Außendurchmesser von 72 mm und eine Baubreite von 17 mm auf. Diese Maße ermöglichen den passgenauen Einbau in Gehäusebohrungen und auf entsprechende Wellensitze.
Die Nachsetzzeichen-Kombination C4 bezeichnet eine radiale Lagerluft, die deutlich über dem normalen Betriebsspiel und über C3 liegt. Sie schafft zusätzlichen Spielraum für Anwendungen, bei denen sich der Innenring im Betrieb stärker erwärmt und ausdehnt als der Außenring, oder wenn besonders feste Passungen gewählt werden.
Die Bauform NU kennzeichnet ein Loslager mit zwei festen Borden am Außenring und einem bordlosen Innenring. Dadurch können die Rollen auf der Laufbahn des Innenrings axial wandern. Längenausdehnungen der Welle durch Temperatureinflüsse gleicht das Lager direkt aus, ohne dass zusätzliche Axialspannungen entstehen.
Die Ausführung M1A bezeichnet einen massiven Käfig aus Messing, der am Bord des Außenrings geführt wird. Diese Außenbordführung verleiht dem Käfig hohe Stabilität gegen Führungskräfte und Kippbewegungen. Daher bewährt sich diese Konstruktion insbesondere bei Schwingungen, Stößen oder starken Beschleunigungsvorgängen in der Antriebstechnik.
Das offene Lager ist für Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad ausgelegt. Da weder berührende Kunststoffdichtungen verbaut sind noch ein wärmeempfindlicher Kunststoffkäfig zum Einsatz kommt, bleibt die mechanische Funktion des Lagers über diesen Bereich hinweg stabil erhalten. Passende Schmierstoffe sind separat vorzusehen.
Als offenes Zylinderrollenlager ermöglicht diese Bauweise die flexible Schmierung über das umgebende Maschinensystem, etwa durch Ölumlauf oder Gehäusefett. Die Abdichtung gegen Verschmutzungen und Feuchtigkeit erfolgt bei solchen Konstruktionen über externe Dichtungselemente wie Wellendichtringe oder Labyrinthdichtungen in der Gehäusewandung.
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