DICHTOMATIK
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Der Wellendichtring W72-100-10 BASL schützt rotierende Wellen mit 72 mm Durchmesser vor Schmierstoffaustritt und äußerem Schmutzeintrag.
Der Wellendichtring W72-100-10 BASL dichtet rotierende Wellen im Maschinen- und Anlagenbau ab. Mit einer Bohrung von 72 mm, einem Außendurchmesser von 100 mm sowie einer Breite von 10 mm passt diese Radialdichtung in normierte Gehäusebohrungen. Als Werkstoff kommt NBR (Perbunan) zum Einsatz, ausgelegt für Temperaturen von -30 bis +100 Grad. Eine integrierte Zugfeder aus unlegiertem Stahl unterstützt die Dichtkante für einen konstanten Anpressdruck auf die Welle.
Dieser Radial-Wellendichtring eignet sich vor allem für Lagerstellen mit rotierenden Wellen, bei denen Medien wie Schmieröl oder Schmierfett im Gehäuse gehalten werden sollen. Dank der zusätzlichen Staub- und Schutzlippe schützt die Bauform BASL das System gleichzeitig vor eindringenden Partikeln aus der Umgebung. Die Konstruktion ist für einen Überdruck von bis zu maximal 0,5 bar ausgelegt. Typische Einsatzbereiche finden sich an Wellendurchführungen in Industrieantrieben und Aggregaten unter standardmäßigen Umgebungsbedingungen.
Die vollständige Ummantelung aus Nitrilkautschuk verbessert die statische Abdichtung in der Gehäusebohrung. Selbst bei thermischer Ausdehnung oder feinen Bearbeitungsspuren im Gehäusesitz dichtet der gummierte Außendurchmesser von 100 mm ab. Bei der Montage genügt ein gleichmäßiges Einpressen rechtwinklig zur Wellenachse. Vor der Inbetriebnahme empfiehlt sich ein leichtes Fetten der Dichtlippe, um die Reibung beim Anlaufen zu verringern.
Der Dichtring besitzt einen Innendurchmesser von 72 mm für den Wellensitz, einen Außendurchmesser von 100 mm für die Gehäusebohrung sowie eine Einbaubreite von 10 mm. Diese Maße entsprechen gängigen Normgrößen im Maschinenbau und ermöglichen den direkten Austausch baugleicher Dichtelemente.
Die Ausführung BASL bezeichnet einen Radial-Wellendichtring mit gummiertem Außendurchmesser und einer zusätzlichen Staublippe. Während die federunterstützte Hauptdichtlippe das Austreten von Öl oder Fett verhindert, schirmt die vorgelagerte Schutzlippe die Dichtstelle gegen Schmutzpartikel und Staub von außen ab.
Das Elastomer NBR (Perbunan) eignet sich für Betriebstemperaturen zwischen -30 und +100 Grad. In diesem Temperaturbereich behält der Werkstoff seine Elastizität bei und eignet sich für den Kontakt mit gängigen mineralölbasierten Schmierfetten und Schmierölen.
Die Konstruktion hält einer Druckbelastung von bis zu maximal 0,5 bar stand. Der Wellendichtring ist primär für drucklose Gehäusesysteme oder Anwendungen mit sehr geringem Differenzdruck konzipiert, wie sie bei rotierenden Wellenlagerungen üblich sind.
Die ringförmige Schraubenzugfeder umschließt die Dichtlippe in einer Führungsnut. Sie übt eine gleichmäßige Radialkraft aus, sodass die Dichtkante auch bei geringen Schwingungen der Welle stets eng und gleichmäßig am Wellenumfang anliegt.
Dichtringe sollten mit geeignetem Einpresswerkzeug plan und rechtwinklig zur Gehäuseachse montiert werden. Ein Abdecken von Kanten an der Welle schützt die empfindliche Dichtlippe vor Beschädigungen. Ein vorheriges Benetzen der Dichtkante mit Schmierstoff verringert die Reibleistung beim ersten Anlaufen.
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