FAG
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Das Schrägkugellager 7308 -B-XL-TVP von FAG (40x90x23 mm) nimmt hohe radiale und einseitig axiale Kräfte im Maschinenbau auf.
Das Schrägkugellager 7308 -B-XL-TVP ist ein einreihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Durch die geneigten Laufbahnen überträgt dieses Lager Radialkräfte sowie axiale Lasten aus einer Richtung. Die Fertigung erfolgt in der Toleranzklasse P0 (ABEC 1) als offene Ausführung ohne Dichtungen. Mit den Maßen 40 mm Bohrung und 90 mm Außendurchmesser bei 23 mm Breite eignet sich die Konstruktion für vielseitige Wellenlagerungen mit kombinierten Beanspruchungen.
Konstrukteure setzen dieses Schrägkugellager vorrangig bei kombinierten Belastungen ein. Da einreihige Ausführungen Axialkräfte nur in einer Richtung aufnehmen, erfolgt der Einbau häufig gegen ein zweites Lager als Gegenführung. Typische Einsatzfelder finden sich bei Lagerungen, die hohe Axialkräfte bei gleichzeitiger Radialbelastung aufnehmen müssen. Der Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad deckt dabei die üblichen Bedingungen im industriellen Dauerbetrieb ab. Als offene Bauform ohne Flansch oder Nut fügt sich das Bauteil flexibel in zylindrische Gehäusesitze ein.
Der Druckwinkel von 40 Grad kennzeichnet die B-Ausführung und unterstützt die Aufnahme hoher Axialkräfte. Das Kürzel TVP steht für einen Käfig aus Polyamid, der die Wälzkörper reibungsarm führt. Ein Polyamidkäfig dämpft Laufgeräusche im Vergleich zu Ausführungen aus Stahlblech, verlangt jedoch die Beachtung der thermischen Grenze von +120 Grad. Das Lager besitzt normale Radiallagerluft und erfordert im laufenden Betrieb eine geeignete Schmierstoffversorgung über das Gehäusesystem.
Das Schrägkugellager weist eine Bohrung von 40 mm, einen Außendurchmesser von 90 mm und eine Breite von 23 mm auf. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Ringnut. Diese genormten Maße erleichtern die Auslegung passender Gehäusesitze und Wellenabsätze.
Der Druckwinkel beschreibt die Neigung der Berührungslinie zwischen Kugel und Laufbahn gegenüber der Radialebene. Bei einem Winkel von 40 Grad nimmt das Wälzlager ausgeprägte Axialkräfte in einer Richtung auf. Diese Geometrie verleiht der Lagerstelle eine hohe axiale Belastbarkeit.
Weil es sich um eine offene Bauform ohne Dichtscheiben handelt, gelangt der Schmierstoff direkt an die Wälzkörper. Je nach Konstruktion erfolgt die Schmierung über Öl oder Fett aus dem Maschinengehäuse. Externe Dichtungen an der Gehäusewandung schützen das Innere vor Verunreinigungen.
Die Nachsetzkennzeichnung TVP verweist auf einen Käfig aus Polyamid. Dieser Werkstoff reduziert das Eigengewicht des Käfigs und unterstützt einen geräuscharmen Lauf. Der Käfig ist für den vorgegebenen Betriebsbereich von -20 bis +120 Grad ausgelegt.
Einreihige Schrägkugellager erfordern im Betrieb meist ein zweites, spiegelbildlich angeordnetes Lager zur axialen Gegenführung. Konstrukteure wählen je nach Kraftverlauf eine O-Anordnung, X-Anordnung oder bei gleichgerichteter Last eine Tandemanordnung. Dadurch lässt sich das notwendige Betriebsspiel gezielt einstellen.
Das Bauteil ist in der Toleranzklasse P0 gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Es besitzt normale Radiallagerluft. Das endgültige Betriebsspiel stellt sich erst beim Anstellen des Lagers während des Einbaus im Maschinengehäuse ein.
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