FAG
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Das stromisolierte Rillenkugellager 6317 -M-J20AA-C4 von FAG mit Messingkäfig bietet Schutz vor Stromdurchschlag bei Maßen von 85x180x41 mm.
Das einreihige Rillenkugellager 6317 -M-J20AA-C4 von FAG dient der Aufnahme radialer sowie moderater axialer Belastungen. Es besteht aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) und entspricht der Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Dank der offenen Bauweise lässt sich das Wälzlager flexibel in ein vorhandenes Schmiersystem einbinden. Es deckt einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis +150 Grad ab.
Dieses Wälzlager eignet sich speziell für Anlagen, in denen elektrische Spannungen auftreten können. Die Beschichtung am Außenring schützt vor schädlichem Stromdurchgang bis zu 3000 Volt, der andernfalls die Laufbahnen beschädigen würde. Typische Einsatzfelder finden sich daher im Bereich elektrischer Antriebe und Generatoren. Durch die Konstruktion mit Messingkäfig hält die Baueinheit auch Betriebsbedingungen mit erhöhten Vibrationen stand.
Die Ausführung J20AA isoliert die Außenflächen des Außenrings und schützt die Wälzkörper vor Funkenerosion. In Kombination mit der stark erhöhten Radiallagerluft C4 gleicht das Lager größere Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring aus. Bei Erwärmung im laufenden Betrieb dehnt sich das Material aus, ohne dass es zu einer Verspannung kommt. Der massive Messingkäfig führt die Wälzkörper präzise und trägt zu einem ruhigen Lauf bei thermischer Beanspruchung bei.
Die Maße betragen 85 mm Innendurchmesser (Bohrung), 180 mm Außendurchmesser und 41 mm Breite. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Nut. Durch die genormten Abmessungen nach Toleranzklasse P0/PN lässt sich das Lager präzise in passende Gehäuse und auf entsprechende Wellen montieren.
Das Kürzel kennzeichnet eine spezielle Stromisolierung der Außenflächen des Außenrings. Diese Beschichtung schützt das Innere des Lagers vor Durchschlägen bis zu einer Spannung von 3000 Volt. Stromdurchgang führt häufig zu Riffelbildung auf den Laufbahnen und vorzeitigem Ausfall, was durch diese Isolierung vermieden werden soll.
C4 bezeichnet eine stark erhöhte Radiallagerluft, die über dem normalen Spielraum liegt. Diese Variante kommt zum Einsatz, wenn zwischen Innen- und Außenring erhebliche Temperaturunterschiede herrschen oder feste Passungen gewählt werden. Die vergrößerte Lagerluft dient dazu, ein Klemmen des Lagers im warmen Betriebszustand zu verhindern.
In dieser Ausführung führt ein Messingkäfig die Wälzkörper. Messing zeichnet sich durch hohe Festigkeit, gute Notlaufeigenschaften und Beständigkeit gegenüber Schmiermittelzusätzen aus. Dadurch bewährt sich der Werkstoff besonders bei anspruchsvollen Bedingungen, raschen Beschleunigungen oder erhöhten Betriebstemperaturen.
Es handelt sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben. Diese Bauform ermöglicht eine freie Schmiermittelzirkulation im Gehäuse über Öl oder Fett. Um das Eindringen von Schmutzpartikeln zu verhindern und das Schmiermittel im System zu halten, ist eine externe Gehäuseabdichtung vorzusehen.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -30 bis +150 Grad Celsius. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Messingkäfig und die Isolationsbeschichtung sind für diesen Bereich ausgelegt. Bei der Auswahl des Schmierstoffs sollten Sie darauf achten, dass dieser ebenfalls für die jeweilige Betriebstemperatur freigegeben ist.
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