NTN
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Kurvenrolle KRV16 FLL/3AS von NTN mit 16 mm Außendurchmesser, vollnadeligem Wälzkörpersatz und balliger Mantelfläche für hohe radiale Belastungen.
Die Kurvenrolle KRV16 FLL/3AS von NTN Nadellager ist eine einbaufertige Wälzlagereinheit mit integriertem Gewindezapfen. Mit einem Zapfendurchmesser von 6 mm, einem Außendurchmesser von 16 mm und einer Breite von 28 mm fungiert das Bauteil als Führungs- und Laufrolle. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), verfügt dieses Modell über eine beidseitige Kunststoff-Axialgleitscheibe mit angeformter Dichtlippe, die das Wälzkörperinnere vor Partikeln schützt und das Schmiermittel im Lager hält.
Die Kurvenrolle kommt typischerweise in Führungsbahnen, Kurvengetrieben und Linearführungen zum Einsatz. Dank der balligen Mantelfläche des Außenrings verteilt sich der Kontaktdruck auf der Gegenlaufbahn gleichmäßiger. Das verringert Kantenspannungen, falls bei der Montage geringe Winkelfehler oder ein leichter Schräglauf auftreten. Da das Lager ohne Käfig vollnadelig ausgeführt ist, nimmt es im Vergleich zu käfiggeführten Varianten besonders hohe Radialkräfte auf.
Für die Befestigung steht ein integrierter Zapfen mit Schlitz zur Verfügung. Dieser Schlitz dient als Gegenhalter, um den Zapfen beim Anziehen der beiliegenden Mutter verdrehsicher zu fixieren. Die Kurvenrolle ist ohne Exzenterring konzipiert, sodass die Ausrichtung direkt über die Aufnahmebohrung erfolgt. Eine Nachschmierung ist über den beiliegenden Schmiernippel möglich, wenngleich die axiale Schmierstoffzufuhr konstruktionsbedingt eingeschränkt ist. Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +100 Grad Celsius.
Mit einem Außendurchmesser von 16 mm, einem Zapfendurchmesser von 6 mm und einer Breite von 28 mm eignet sich diese Kurvenrolle für kompakte Konstruktionen. Typische Einbauorte sind platzkritische Führungsbahnen, Förderanlagen oder Steuerungsmechanismen im industriellen Maschinenbau.
Im Gegensatz zu käfiggeführten Ausführungen besitzt eine vollnadelige Kurvenrolle keinen trennenden Käfig. Dadurch nimmt der Rollenraum die maximal mögliche Anzahl an Nadeln auf. Diese Konstruktion erhöht die radiale Belastbarkeit beträchtlich, bedingt jedoch durch die gegenseitige Reibung der Wälzkörper geringere Grenzgeschwindigkeiten.
Ein Außenring mit balliger Mantelfläche gleicht leichte Schiefstellungen und Fluchtungsfehler gegenüber der Gegenlaufbahn aus. Anders als bei rein zylindrischen Rollenprofilen mindert die Balligkeit punktuelle Spannungsspitzen an den Außenkanten, was einem vorzeitigen Verschleiß von Führungsschiene oder Kurvenscheibe entgegenwirkt.
Die beidseitig angebrachte Dichtung kombiniert eine schleifende Dichtlippe mit einer axialen Anlauffläche. Sie schützt das Lagerinnere vor eindringenden Fremdkörpern und hält das Schmierfett im System. Gleichzeitig verringert das Kunststoffelement den direkten metallischen Reibkontakt zwischen Außenring und den Anlaufflächen des Zapfens.
Der Rollenzapfen wird durch die Aufnahmebohrung der Anschlusskonstruktion geführt und über die mitgelieferte Mutter axial fixiert. Über den stirnseitigen Schlitz lässt sich der Zapfen während des Verschraubens mit einem Schlitzschraubendreher gegenhalten, um eine ungewollte Drehung bei der Montage zu verhindern.
Diese Kurvenrolle aus 100Cr6-Stahl ist für Einsatztemperaturen von -20 bis +100 Grad Celsius ausgelegt. Dieser Temperaturbereich wird maßgeblich durch die Materialeigenschaften der verbauten Kunststoff-Axialgleitscheiben begrenzt, weshalb Anwendungen außerhalb dieser Grenzwerte vermieden werden sollten.