NKE
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| 30 | 8,96 € | 80,61 € |
Das einreihige Kegelrollenlager 30220 von NKE Steyr mit 100 mm Bohrung nimmt hohe radiale und einseitig axiale Kräfte im Maschinenbau auf.
Das Kegelrollenlager 30220 ist ein zerlegbares Wälzlager für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Mit einer Bohrung von 100 mm, einem Außendurchmesser von 180 mm sowie einer Breite von 37 mm eignet sich dieses Modell für schwere Wellenlagerungen. Durch die kegelige Anordnung der Wälzkörper überträgt die Konstruktion gleichzeitig radiale Belastungen und axiale Kräfte aus einer Richtung. Die Fertigung nach Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 definiert eine präzise Maßhaltigkeit für den Einbau im Betrieb.
Konstrukteure und Instandhalter nutzen das Kegelrollenlager 30220 vor allem dort, wo hohe kombinierte Kräfte auf rotierende Wellen wirken. Typische Einsatzbereiche sind Getriebestufen und gelagerte Wellen mit kombinierten Radial- und Axialbelastungen. Da einreihige Kegelrollenlager axiale Lasten nur in einer Richtung aufnehmen, erfolgt der Einbau üblicherweise paarweise in O- oder X-Anordnung spiegelbildlich zu einem zweiten Lager. Diese paarweise Montage stützt die Welle beidseitig axial ab und dient der exakten Führung der rotierenden Komponenten.
Das Lager verfügt über einen Stahlblechkäfig, der die Kegelrollen auf der Innenringlaufbahn führt und für einen Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad ausgelegt ist. Da Innenring samt Rollensatz und der Außenring getrennt montiert werden können, vereinfacht sich der Einbau erheblich. Bei der Montage ist auf das Einstellen der axialen Lagerluft gegen das Gegenlager zu achten. Zudem wird das offene Lager im Gehäuse mit passendem Schmierfett oder Schmieröl versorgt und durch externe Dichtungen vor Verunreinigungen geschützt.
Mit einem Innendurchmesser von 100 mm, einem Außendurchmesser von 180 mm und einer Gesamtbreite von 37 mm entspricht das Modell den genormten Hauptabmessungen. Dies ermöglicht den direkten Austausch in bestehenden Gehäusen und auf entsprechenden Wellensitzen, sofern die Anschlussteile auf diese Dimensionen ausgelegt sind.
Durch den Linienkontakt zwischen den kegeligen Rollen und den Laufbahnen nimmt das einreihige Lager hohe Radialkräfte sowie gleichzeitig Axialkräfte aus einer Richtung auf. Für die Aufnahme beidseitiger Axialbelastungen ist ein zweites, gegensinnig angestelltes Kegelrollenlager auf der Welle erforderlich. Diese Bauform ermöglicht eine steife und hoch belastbare Lagerung.
Der spezifizierte Betriebstemperaturbereich reicht von -30 bis +120 Grad. Innerhalb dieses Temperaturfensters behalten die Wälzkörper, die Lagerringe und der geführte Stahlblechkäfig ihre Formstabilität. Für den zuverlässigen Betrieb ist ein Schmierstoff zu wählen, dessen Viskosität und Spezifikation die gewählte Betriebstemperatur im System abdeckt.
Die Kennzeichnung P0 (äquivalent zu ABEC 1 oder PN) beschreibt die reguläre Standard-Genauigkeitsklasse für Industrie-Wälzlager. Sie definiert verbindliche Grenzmaße für Bohrungsdurchmesser, Außendurchmesser und Rundlaufgenauigkeit. Für die meisten Standardgetriebe und allgemeinen Maschinenbauanwendungen bietet diese Toleranzklasse eine zweckmäßige Präzision und Passgenauigkeit.
Konstruktionsbedingt bilden Innenring, Käfig und Rollensatz eine geschlossene Baugruppe, während der bordlose Außenring separat montiert werden kann. Diese Zerlegbarkeit erleichtert den getrennten Einbau in Gehäuse und auf Wellen. Anschließend lässt sich das Betriebsspiel beim Zusammenbau über die axiale Vorspannung präzise einstellen.
Als offenes Wälzlager ohne integrierte Dichtscheiben benötigt die Lagerstelle eine externe Gehäuseabdichtung. Der Schutz gegen das Eindringen von Schmutz oder Feuchtigkeit sowie das Halten des Schmierstoffs im Lagerbereich erfolgt über externe Dichtelemente des Maschinengehäuses, beispielsweise über Wellendichtringe oder Labyrinthdichtungen.
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