NKE
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Das Kegelrollenlager 32320 von NKE Steyr nimmt mit den Maßen 100x215x77,5 mm hohe radiale und axiale Belastungen auf.
Das Kegelrollenlager 32320 ist ein einreihiges Rollenlager in Standardausführung für anspruchsvolle mechanische Belastungen. Als komplettes Wälzlager von NKE Steyr besteht die Baueinheit aus einem Innenring mit geführtem Rollenkranz sowie dem passenden Außenring. Durch die kegelige Geometrie der Wälzkörper überträgt das Lager gleichzeitig radiale Kräfte und axiale Lasten aus einer Richtung. Typische Einsatzbereiche umfassen Getriebe, schwere Antriebswellen und Maschinenbaugruppen, in denen Führungsgenauigkeit gefordert ist.
Der Einsatz des Kegelrollenlagers 32320 erfolgt vor allem bei kombinierten Lastverhältnissen, bei denen reine Zylinderrollenlager oder Rillenkugellager an konstruktive Grenzen stoßen. Da einreihige Kegelrollenlager Axialkräfte bauartbedingt nur in einer Richtung aufnehmen, erfolgt der Einbau meist paarweise in O- oder X-Anordnung spiegelbildlich zu einem Gegenlager. Diese Anordnung führt zu einer steifen Wellenführung in Getrieben und Maschineneinheiten. Der Querschnitt mit 77,5 mm Breite stützt hohe Krafteinwirkungen ab.
Der verbaute Stahlblechkäfig führt die Kegelrollen auf der Laufbahn und verhindert den direkten Kontakt der Wälzkörper untereinander. Das reduziert Reibung sowie Wärmeentwicklung im Dauerbetrieb. Zusammen mit der Standardtoleranz nach Toleranzklasse P0/PN (entspricht ABEC 1) eignet sich die Konstruktion für den klassischen Maschinenbau bei Betriebstemperaturen von -30 bis +120 Grad. Da Innenring und Außenring getrennt montierbar sind, erfolgt die Einstellung des Lagerspiels beim Einbau über die axiale Anstellung.
Das Lager verfügt über eine Bohrung von 100 mm, einen Außendurchmesser von 215 mm sowie eine Gesamtbreite von 77,5 mm. Diese metrischen Hauptabmessungen bestimmen den erforderlichen Bauraum auf der Welle und im Gehäuse, sodass Sie die Anschlussmaße vor dem Austausch direkt abgleichen können.
Kegelrollenlager sind nicht selbsthaltend aufgebaut, wodurch sich Innenring mit Rollensatz und der Außenring separat montieren lassen. Diese Eigenschaft erleichtert den sequenziellen Einbau in Gehäusen. Das erforderliche Betriebsspiel oder eine gewünschte Vorspannung stellen Sie erst bei der Endmontage über das Gegenlager axial ein.
Für dieses Lager ist ein zulässiger Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad angegeben. Dieser thermische Einsatzbereich resultiert aus der Formstabilität der Lagerkomponenten und dem verbauten Stahlblechkäfig. Bei der Auswahl des Schmierstoffs sollten Sie darauf achten, dass Fett oder Öl für diese Betriebstemperaturen freigegeben ist.
Die Einstufung in P0 beziehungsweise ABEC 1 kennzeichnet die genormte Standardtoleranz für Maß-, Form- und Laufgenauigkeit von Wälzlagern. Für die meisten Industrieanwendungen im allgemeinen Maschinenbau bietet diese Toleranzklasse eine passende Genauigkeit bei Rundlauf und Lagersitz, ohne dass engere Fertigungstoleranzen erforderlich sind.
Aufgrund der schrägen Anordnung der Kegelrollen wirkt die Berührungslinie zwischen Wälzkörper und Laufbahn in einem spezifischen Druckwinkel. Dadurch entsteht bei radialer Belastung eine innere Axialkraft. Um diese Kräfte aufzufangen, benötigt die Konstruktion stets ein spiegelbildlich angeordnetes zweites Lager auf der Welle.
Ein Käfig aus gepresstem Stahlblech verbindet geringes Eigengewicht mit guter Beständigkeit gegenüber Vibrationen und Erschütterungen. Er lässt viel Freiraum für die Zirkulation von Schmierstoffen zwischen den Rollen und bleibt innerhalb des definierten Temperaturbereichs von -30 bis +120 Grad formstabil.
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