KOYO
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Das Kegelrollenlager JH415647/10 von JTEKT-KOYO bietet mit 65x115x30 mm eine verstärkte Kapazität für kombinierte Belastungen in anspruchsvollen Industrieanwendungen.
Das Kegelrollenlager JH415647/10 ist ein einreihiges Wälzlager des Herstellers JTEKT-KOYO, das aus einem Innenring mit Rollensatz sowie einem separaten Außenring besteht. Dieses komplette Kegelrollenlager nimmt gleichzeitig hohe radiale Kräfte sowie axiale Lasten aus einer Richtung auf. Durch die Fertigung aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 zeichnen sich die Laufbahnen durch hohe Formstabilität aus. Bei einem Nenntemperaturbereich von -30 bis +120 Grad deckt das Lager einen breiten thermischen Einsatzbereich im Maschinen- und Getriebebau ab.
Das Kegelrollenlager JH415647/10 kommt bevorzugt in Lagerungen zum Einsatz, bei denen schwere radiale und einseitige axiale Belastungen zusammentreffen. Typische Anwendungsgebiete sind Industriegetriebe, Führungsrollen oder Wellenlagerungen im allgemeinen Maschinenbau. Die Geometrie der kegelstumpfförmigen Rollen leitet die resultierenden Kräfte präzise in die Laufbahnen ein. Da einreihige Bauformen Axialkräfte in einer Richtung aufnehmen, erfolgt der Einbau im Verband meist angestellt gegen ein zweites Lager.
Die Ausführung mit verstärkter Kapazität ist für Anwendungen mit erhöhten Lastanforderungen ausgelegt. Zusammen mit der Standardtoleranzklasse P0/PN (entsprechend ABEC 1) unterstützt das Lager einen gleichmäßigen Rundlauf im Dauerbetrieb. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm auf Abstand und verhindert direkten Kontakt der Rollen untereinander. Bei der Konstruktion ist zu beachten, dass das offene Lager im Gehäuse ausreichend geschmiert und gegen Schmutzeintritt von außen abgedichtet wird.
Mit einem Innendurchmesser von 65 mm, einem Außendurchmesser von 115 mm und einer Gesamtbreite von 30 mm definiert das Lager den Bauraum für Welle und Lagergehäuse. Da es sich um ein komplettes Kegelrollenlager handelt, umfasst der Lieferumfang den Innenring mit Rollenkranz und die abgestimmte Außenschale.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -30 bis +120 Grad. Innerhalb dieser Grenzen behalten der Wälzlagerstahl 100Cr6 und der Stahlblechkäfig ihre Formstabilität. Bei der Inbetriebnahme sollte darauf geachtet werden, dass der eingesetzte Schmierstoff ebenfalls für die auftretenden Betriebstemperaturen ausgelegt ist.
Die Kennzeichnung P0 beziehungsweise PN steht für die genormte Normaltoleranz nach ISO, die im amerikanischen Raum der Klasse ABEC 1 entspricht. Diese Toleranzklasse definiert die zulässigen Maß- und Rundlaufabweichungen für industrielle Standardanwendungen. Sie ermöglicht einen zuverlässigen Betrieb in Getrieben und Maschinenelementen ohne Sonderanforderungen an extreme Präzision.
Der Stahlblechkäfig hält die einreihig angeordneten Kegelrollen im definierten Abstand zueinander. Er verhindert, dass sich die Wälzkörper berühren, was Reibung und Wärmeentwicklung im Wälzkontakt vermindert. Gleichzeitig sorgt die Käfigkonstruktion dafür, dass der Schmierstoff ungehindert zu den Laufbahnen vordringen kann.
Einreihige Kegelrollenlager sind bauartbedingt nicht selbsthaltend. Der Außenring lässt sich getrennt vom Innenring mit Rollenkranz montieren. Das erleichtert den Einbau in geteilte Gehäuse oder auf lange Wellen. Beim Einbau wird das Lagerspiel axial über das Gegenlager oder entsprechende Einstellscheiben justiert.
Aufgrund der kegeligen Laufbahnen nimmt das einreihige Kegelrollenlager Radialkräfte und einseitig gerichtete Axialkräfte auf. Die Neigung der Rollen überträgt Axialkräfte über den Bord des Innenrings. Um beidseitige Axialkräfte abzufangen, wird in der Konstruktion üblicherweise ein zweites Kegelrollenlager in spiegelbildlicher Anordnung gegengestellt.