NSK
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Kegelrollenlager 30210 J von NSK mit 50 mm Bohrung, 90 mm Außendurchmesser und Stahlblechkäfig für kombinierte radiale und axiale Belastungen.
Das Kegelrollenlager 30210 J von NSK nimmt gleichzeitig hohe Radialkräfte und einseitig gerichtete Axialkräfte auf. Dieses metrische Wälzlager weist eine Bohrung von 50 mm, einen Außendurchmesser von 90 mm sowie eine Breite von 21,75 mm auf. Die Konstruktion besteht aus einem Außenring und einer getrennten Innenbaugruppe samt Rollensatz. Konstruktionen im allgemeinen Maschinenbau nutzen diese offenen Lager, um Wellen präzise zu führen und Drehbewegungen bei Temperaturen von -30 bis +120 Grad zu ermöglichen.
Das Kegelrollenlager 30210 J eignet sich für Lagerungsstellen, an denen kombinierte Belastungen aus radialen und einseitig axialen Kräften auftreten. Typische Einsatzorte sind Getriebewellen, Radlagerungen und Antriebsstränge in industriellen Anlagen. Durch die Kegelform der Wälzkörper überträgt das Lager hohe Lasten bei vergleichsweise kompakter Baugröße. Da einreihige Kegelrollenlager Axialkräfte in nur einer Richtung aufnehmen, erfolgt der Einbau im Verbund mit einem spiegelbildlich angestellten zweiten Lager.
Die Toleranzklasse P0/PN entspricht der internationalen Einstufung ABEC 1 und definiert die Maß- sowie Rundlaufgenauigkeit für den industriellen Standardeinsatz. Für die Auslegung bedeutet dies verlässliche Passmaße bei der Montage auf der 50-mm-Welle sowie im Gehäuse. Da der Außenring und der Innenring mit Rollenkranz zerlegbar sind, lassen sich beide Lagerteile getrennt aufpressen. Die erforderliche Betriebs- und Lagerluft stellen Sie erst beim Zusammenbau über das Gegenlager axial ein.
Das Modell besitzt einen Innendurchmesser von 50 mm, einen Außendurchmesser von 90 mm und eine Gesamtbreite von 21,75 mm. Diese metrischen Abmessungen entsprechen der Standardausführung. Damit passt das Lager in entsprechende Lagersitze und Wellenabsätze im allgemeinen Maschinenbau.
Durch die geneigten Laufbahnen der kegeligen Wälzkörper nimmt das Lager hohe Radialkräfte und Axialkräfte aus einer Richtung gleichzeitig auf. Für eine Führung in beide Axialrichtungen montieren Konstrukteure üblicherweise zwei Kegelrollenlager gegeneinander in O- oder X-Anordnung, wodurch sich das Lagerspiel spielfrei oder vorgespannt justieren lässt.
Das Lager ist für einen Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad ausgelegt. Der verbaute Stahlblechkäfig sowie die formstabilen Lagerringe behalten in diesem thermischen Fenster ihre Festigkeit. Bei der Auslegung ist zudem ein passender Schmierstoff für diese Betriebstemperaturen vorzusehen.
Der Stahlblechkäfig hält die Kegelrollen gleichmäßig auf Abstand und verhindert den direkten Kontakt der Wälzkörper untereinander. Das Bauteil bietet ein geringes Eigengewicht, mechanische Stabilität und ein unempfindliches Verhalten gegenüber gängigen Industrieölen sowie Schmierfetten im angegebenen Temperaturbereich des Wälzlagers.
Die Bauform ist nicht selbsthaltend aufgebaut, sodass Außenring und Innenringbaugruppe voneinander getrennt vorliegen. Diese Konstruktion erleichtert die schrittweise Montage und Wartung im Gehäuse sowie auf der Welle. Das gewünschte Betriebsspiel oder eine gezielte Vorspannung stellen Sie erst beim Einbau durch axiales Anstellen ein.
Die Toleranzklasse P0, auch als Normaltoleranz PN oder ABEC 1 bezeichnet, bildet den weltweiten Industriestandard für Maß- und Formgenauigkeiten von Wälzlagern. Sie eignet sich für klassische Wellen- und Gehäusepassungen im Maschinenbau, bei denen keine extremen Hochpräzisionsanforderungen an Rundlauf und Planlauf gefordert sind.
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