NADELLA
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Der Innenring BI3150 R6 von NADELLA bietet eine feinbearbeitete Wälzkörperlaufbahn für Wellen mit 150 mm Durchmesser bei 52 mm Baubreite.
Der Innenring BI3150 R6 von NADELLA dient als Gegenlaufbahn für Nadellager und Rollensätze, wenn die Welle konstruktionsbedingt nicht direkt als Wälzlagerlaufbahn ausgeführt ist. Mit einer Bohrung von 150 mm, einem Außendurchmesser von 179,3 mm und einer Breite von 52 mm schafft diese Komponente definierte Laufeigenschaften für Radialkräfte. Durch die feinbearbeitete Lauffläche rollen die Wälzkörper vibrationsarm ab. Dieser Wälzlager-Innenring schützt die Wellenoberfläche vor Verschleiß und vereinfacht spätere Revisionen im industriellen Anlagenbau.
Der Einsatz des Innenrings BI3150 R6 erfolgt vor allem dort, wo Wellen aus ungehärtetem Stahl oder weicheren Werkstoffen bestehen. Bei Getrieben oder im allgemeinen Maschinenbau ermöglicht der Ring den Aufbau kompakter Nadellagerungen, ohne die Welle gesondert schleifen zu müssen. Da die Ausführung ohne Schmierbohrung konstruiert ist, eignet sich dieser Ring insbesondere für Schmiersysteme, die das Schmiermittel von außen oder über das Lagergehäuse zuführen. Die abgeflachten Stirnseiten erleichtern die saubere axiale Anlage an Wellenschultern.
Die feinbearbeitete Laufbahn des Innenrings sorgt für eine gleichmäßige Lastverteilung der Wälzkörper im Betrieb. Da die Mantelfläche nicht drallfrei geschliffen ist, sollte der Ring primär als reine Wälzkörperlaufbahn dienen. Falls zusätzlich Wellendichtringe auf derselben Fläche laufen sollen, empfiehlt sich eine gesonderte Dichtungslaufbahn, um eine Schmierstoffförderung entlang des Schleifdralls zu vermeiden. Bei der Montage unterstützen die abgeflachten Stirnseiten eine plane, exakte axiale Anlage an Gehäuseteilen oder Sicherungselementen.
Der Ring weist einen Innendurchmesser von 150 mm, einen Außendurchmesser von 179,3 mm sowie eine Breite von 52 mm auf. Diese Maße bestimmen den erforderlichen Wellensitz sowie den Laufbahndurchmesser für die darüberliegende Lagerbaugruppe. Vor dem Aufpressen sind die Maßtoleranzen der Welle auf Passgenauigkeit zu prüfen.
Ausführungen ohne Schmierbohrung kommen zum Einsatz, wenn die Schmierstoffversorgung nicht durch das Innere der Welle erfolgt. Das Schmiermittel wird stattdessen von der Gehäuseseite oder direkt in den Wälzkörpersatz eingebracht. Eine geschlossene Ringfläche erhöht zudem die Festigkeit des Rings unter hohen radialen Belastungen.
Abgeflachte Stirnflächen bieten eine plane Anlagefläche für Wellenschultern, Sicherungsringe oder benachbarte Bauteile. Dadurch stützt sich der Ring axial exakt rechtwinklig zur Wellenachse ab. Dies verhindert Verkantungen bei axialer Fixierung und unterstützt einen ruhigen Lauf des gesamten Lagersystems.
Diese Eigenschaft bezieht sich auf den Schleifprozess der Außenfläche. Für abrollende Wälzkörper wie Nadeln oder Zylinderrollen bietet die feinbearbeitete Fläche günstige Rolleigenschaften. Bei berührenden Radial-Wellendichtringen könnte ein mikroskopischer Schleifdrall jedoch Schmierstoff axial transportieren, weshalb Dichtlippen bevorzugt auf drallfrei bearbeiteten Laufflächen laufen sollten.
Für das Fügen von Ringen mit 150 mm Bohrung empfiehlt sich eine gleichmäßige Erwärmung über ein Induktionsanwärmgerät. Durch die thermische Dehnung lässt sich das Bauteil kraftlos bis zur vorgesehenen Anlage auf die Welle schieben. Schläge mit harten Werkzeugen sind zu vermeiden, um Beschädigungen der Lauffläche zu vermeiden.
Nadellager werden häufig ohne eigenen Innenring genutzt, um Bauraum zu sparen. Wenn die Welle jedoch nicht feinstbearbeitet werden kann, bildet ein separater Innenring die erforderliche Wälzkörperlaufbahn. Er verhindert Einlaufspuren auf der Welle und lässt sich im Wartungsfall austauschen.
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