INA
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 2 | 40,14 € | 762,53 € |
| 3 | 80,28 € | 722,39 € |
Der Führungswagen RWU65 -F-HL-120/930/120-V3-G2 von INA bietet als vierreihiger Rollen-Blockwagen hohe Steifigkeit und exakte Führungstreue für anspruchsvolle Achsen im Maschinenbau.
Der Führungswagen RWU65 -F-HL-120/930/120-V3-G2 ist eine präzise Rollenumlaufeinheit der 65er Baureihe von INA. Diese Komponente dient zur spielfreien Führung von Maschinenbauteilen entlang von Profilschienen. Durch die Kombination aus Stahlkörper und Kunststoffelementen eignet sich der Linearwagen für kontinuierliche Belastungen bei Umgebungstemperaturen von -10 bis +80 Grad. Integrierte Enddichtungen dienen dazu, Schmutzpartikel abzustreifen und den Schmierstoff im Wälzkanal zu halten. Über Schmieranschlüsse bleibt die Einheit bedarfsgerecht nachschmierbar, was Stillstandszeiten in der Instandhaltung planbar hält.
Dieser Blockwagen kommt vorrangig bei hohen Belastungen zum Einsatz, bei denen herkömmliche Kugelumlaufführungen an mechanische Grenzen stoßen. Rollenführungen nehmen hohe Kräfte quer zur Bewegungsrichtung sowie starke Kippmomente stabil auf. Typische Einsatzfelder finden sich in hoch belasteten Linearachsen und Führungsanordnungen mit hohen Steifigkeitsanforderungen. Die Ausführung ohne Kugelkette ermöglicht eine dichte Rollenpackung im Umlauf, wodurch die Führungseinheit bei wechselnden Kraftangriffen formstabil bleibt. Konstrukteure setzen auf diese Bauweise, um Linearachsen auch im Mehrschichtbetrieb verlässlich zu führen.
Die Kennzeichnung HL steht für eine hohe und lange Wagenausführung, die durch eine verlängerte Auflagefläche zusätzliche Stabilität auf der Schiene generiert. Die Vorspannungsklasse V3 kennzeichnet eine hohe werkseitige Vorspannung: Durch abgestimmte Rollenmaße ist das System spielfrei eingestellt, was die elastische Nachgiebigkeit unter Last minimiert. Mit der Toleranzklasse INA G2 erfüllt die Führung enge Genauigkeitsvorgaben für exakte Positionieraufgaben. Achten Sie bei der Projektierung darauf, dass Montageflächen und Schienenprofil exakt auf die Blockwagen-Abmessungen der 65er Reihe abgestimmt sind.
Als vierreihige Rollenumlaufeinheit der 65er Reihe nutzt dieses Modell zylindrische Rollen statt Kugeln als Wälzkörper. Durch den Linienkontakt der Rollen ergibt sich eine steifere Kraftübertragung als beim Punktkontakt von Kugeln. Der Blockwagen besteht aus Wälzlagerstahl sowie technischen Kunststoffen und ist für anspruchsvolle Linearbewegungen ausgelegt.
Die stirnseitigen Enddichtungen streifen anfallenden Staub, feine Späne und Flüssigkeitsreste direkt von der Führungsschiene ab. Gleichzeitig dichten sie den Innenraum des Wagens ab, sodass Schmierfett im Führungskanal verbleibt. Dieser Schutz trägt dazu bei, die Rollenbahnen vor vorzeitigem Verschleiß zu bewahren und unterstützt die Funktion bei Schmutzbelastung.
Der Blockwagen verfügt über Schmierkanäle und Anschlüsse, über die er im eingebauten Zustand nachgeschmiert werden kann. Durch regelmäßiges Nachschmieren mit geeignetem Wälzlagerfett erneuern Instandhalter den Schmierfilm im Rollenumlauf. Dies transportiert eventuell eingedrungene Partikel aus den Dichtungszonen heraus und erhält die Leichtgängigkeit der Führung im laufenden Betrieb.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -10 und +80 Grad Celsius. Die verbauten Kunststoffteile der Rollenumlenkung sowie die Dichtlippen der Enddichtungen sind auf dieses Temperaturfenster abgestimmt. Ein Überschreiten dieser Werte kann das Material schädigen, während extreme Kälte die Viskosität des Schmierstoffs nachteilig beeinflusst.
Führungen ohne Kugelkette nehmen eine hohe Anzahl an Rollen direkt im Umlaufkanal auf. Durch diese dichte Bestückung vergrößert sich die lasttragende Berührungsfläche auf der Schiene. Bei Anwendungen mit hohen statischen Kräften bietet diese Bauart hohe Steifigkeit und Formstabilität, erfordert jedoch eine regelmäßige Schmierung der Wälzkörper.
Die Genauigkeitsklasse G2 definiert strenge Fertigungstoleranzen bezüglich Höhe, Seitenabstand und Parallelität des Wagens zur Schiene. Sie kommt zum Einsatz, wenn mehrere Führungswagen auf einer Schiene montiert werden oder mehrere Schienen parallel laufen. Dadurch lassen sich gleichmäßige Lastverteilungen und präzise Verfahrwege in Koordinatensystemen einhalten.