INA
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 10 | 8,20 € | 155,71 € |
| 20 | 16,39 € | 147,52 € |
Der Führungswagen KWVE30 -B-L-V1-G3 von INA ist ein vierreihiger Flanschwagen in langer Ausführung mit 90 mm Breite für präzise Linearbewegungen.
Der Führungswagen KWVE30 -B-L-V1-G3 von INA dient als verfahrbare Führungseinheit auf Profilschienen der 30er Baureihe. Die Ausführung als vierreihige Kugelumlaufführung nimmt Kräfte aus allen Hauptrichtungen sowie Momente um sämtliche Achsen auf. Durch die Werkstoffkombination aus Stahl und Kunststoff sowie das integrierte Schmiersystem eignet sich die Komponente für anspruchsvolle Führungsaufgaben im Maschinenbau. Für Instandhalter und Konstrukteure bietet diese Ausführung eine montagefertige Lösung zur präzisen Lagerung bewegter Maschinenmassen.
Diese lange Flanschwagen-Variante kommt vor allem dort zum Einsatz, wo hohe Belastungen über eine vergrößerte Auflagefläche abgeleitet werden müssen. Konstrukteure nutzen die breite Bauform zur Führung von Bauteilen und Schlitten mit ausladender Anschlussgeometrie. Durch die vierreihige Kugel-Anordnung nimmt der Wagen Kräfte aus Druck-, Zug- und Querrichtung stabil auf. Dank des Einsatzbereichs von -10 bis +80 Grad arbeitet die Führungseinheit im vorgegebenen Temperaturspektrum prozesssicher.
Das Kürzel V1 kennzeichnet eine leichte Vorspannung, welche das Führungsspiel minimiert und die Systemsteifigkeit erhöht, ohne den Verschiebewiderstand übermäßig anzuheben. In Verbindung mit der INA-Genauigkeitsklasse G3 erhalten Sie ein Führungselement für Anwendungen mit definierten Positionieranforderungen. Da dieser Führungswagen nachschmierbar ausgeführt ist, lässt sich Schmierstoff über entsprechende Schmiernippel direkt an die Wälzkörper zuführen. Enddichtungen und Längsdichtungen schützen den Kugelumlauf vor Schmutzeintrag und halten das Schmiermittel im Wagenkörper.
Die Kennzeichnung V1 steht für eine leichte Vorspannung der Wälzkörper im Wagen. Durch diese definierte Vorspannung wird das Führungsspiel im System reduziert, was die Steifigkeit der Führung erhöht. Gleichzeitig bleibt der Verschiebewiderstand gering, sodass sich der Führungswagen leichtgängig und präzise entlang der Profilschiene bewegen lässt.
Die Kombination aus stirnseitigen Enddichtungen und seitlichen Längsdichtungen bildet einen geschlossenen Schutzraum um die vier Kugelreihen. Sie streift Partikel und Flüssigkeiten von der Schienenoberfläche ab und verhindert das Eindringen von Schmutz in das Wälzsystem. Zudem halten die Dichtleisten das Schmierfett im Inneren des Wagens und unterstützen die Nachschmierintervalle.
Ein Flanschwagen besitzt eine breite Montagefläche mit Gewindebohrungen, die eine Verschraubung von oben oder unten an die Anschlusskonstruktion erlaubt. Mit einer Baubreite von 90 mm bietet der KWVE30 eine großzügige Auflage für Maschinenbetten oder Schlitten. Die lange Ausführung vergrößert zudem den Abstand zwischen den Kugelreihen, was die statische Momentenaufnahme verbessert.
Die Genauigkeitsklasse G3 definiert herstellerspezifische Fertigungstoleranzen bezüglich Höhe, Breite und Parallelität der Führungseinheit. Sie kennzeichnet eine Standard-Präzisionsstufe für den allgemeinen Maschinenbau. Führungswagen und Führungsschienen dieser Klasse lassen sich innerhalb der Baureihe austauschen, sofern die Schnittstellenmaße übereinstimmen.
Der Wagen ist als nachschmierbare Einheit konzipiert und besitzt Schmierstoffkanäle, über die Schmierfett direkt in die Kugelumläufe geleitet wird. Die Nachschmierung erfolgt typischerweise über Stirnseiten-Schmiernippel oder über zentrale Schmiersysteme. Durch das integrierte Dichtungssystem bleibt der zugeführte Schmierstoff im Kontaktbereich der Wälzkörper gebunden.
Die zulässige Betriebstemperatur liegt zwischen -10 und +80 Grad Celsius. Begrenzender Faktor sind hierbei die Kunststoffkomponenten der Kugelrückführung sowie die Dichtungswerkstoffe. Für Umgebungen mit stärkeren thermischen Schwankungen oder höheren Betriebstemperaturen sind Sonderausführungen mit angepassten Werkstoffen erforderlich.