INA
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 10 | 9,63 € | 182,94 € |
| 20 | 19,25 € | 173,32 € |
Der Führungswagen KWVE30 -B-L-V2-G2 von INA ist ein vierreihiger Flanschwagen in langer Ausführung mit 90 mm Baubreite für steife Linearführungen.
Der Führungswagen KWVE30 -B-L-V2-G2 von INA ist ein vierreihiges Linearlager der 30er Baureihe für Profilschienenführungen. Die Ausführung als Flanschwagen mit einer Baubreite von 90 mm ermöglicht eine direkte Verschraubung von oben oder unten an die Anschlusskonstruktion. Kugeln aus Stahl dienen als Wälzkörper und bewegen sich ohne Kugelkette im Umlauf. Durch die lange Bauform verteilt der Wagen Belastungen über eine vergrößerte Abstützlänge, was die Kippsteifigkeit bei anspruchsvollen Bewegungsabläufen erhöht.
Der Führungswagen kommt in präzisen Linearachsen zum Einsatz, die Momente um mehrere Raumachsen aufnehmen müssen. Durch die vier Kugelreihen trägt das System Kräfte aus allen Hauptrichtungen senkrecht zur Bewegungsrichtung. Die lange Ausführung stützt vor allem hohe Momentenbelastungen in Verfahrrichtung wirksam ab. Die Kombination aus Enddichtungen und Längsdichtungen schützt das innere Wälzsystem vor dem Eindringen von Partikeln und trägt dazu bei, den Schmierstoff im Wagen zu halten. Das Bauteil ist für Betriebstemperaturen von -10 bis +80 Grad ausgelegt.
Das Kürzel V2 kennzeichnet eine mittlere Vorspannung ab Werk. Diese spielfreie Einstellung verringert elastische Verformungen unter Last und steigert die Gesamtsteifigkeit des Führungssystems. Die Kennzeichnung G2 steht für die INA-Toleranzklasse und definiert enge Maß- und Laufgenauigkeiten für die Austauschbarkeit auf der Schiene. Da der Führungswagen nachschmierbar ausgeführt ist, stimmen Sie die Schmierintervalle auf Ihre Einsatzbedingungen ab. Konstruktiv sind dabei die Abmessungen des Flansches sowie die Baubreite von 90 mm einzuplanen.
Die lange Ausführung vergrößert die wirksame Abstützlänge der vier Kugelreihen auf der Führungsschiene. Dadurch nimmt der Wagen höhere Momentenlasten auf, insbesondere um die Quer- und Hochachse. Diese vergrößerte Kontaktzone führt zu einer höheren Steifigkeit der Linearführung, ohne dass Sie einen zweiten Wagen montieren müssen.
Das Dichtsystem besteht aus stirnseitigen Enddichtungen und zusätzlichen Längsdichtungen an den Unterkanten. Die Enddichtungen streifen Verunreinigungen von der Führungsschiene ab, während die Längsdichtungen den Wälzraum seitlich abschirmen. Diese Dichtungsanordnung wirkt dem Eindringen von Schmutz entgegen und reduziert das Austreten von Schmierstoff im laufenden Betrieb.
Die Kennzeichnung V2 definiert ein System mit mittlerer Vorspannung, bei dem die Wälzkörper spielfrei zwischen Führungswagen und Schiene eingepasst sind. Dies erhöht die Steifigkeit der Führung unter Belastung und minimiert elastische Einfederungen. Für präzise Positionieraufgaben bietet diese Vorspannungsklasse einen guten Ausgleich zwischen Führungssteifigkeit und leichtem Verschiebewiderstand.
Der Führungswagen ist nachschmierbar konstruiert und ermöglicht das Einbringen von Schmierstoff über Schmieranschlüsse. Sie können Schmierfett direkt in den Wagen leiten, um die vier Kugelumläufe zu versorgen. Angepasste Schmierintervalle tragen dazu bei, die Leichtgängigkeit der Wälzkörper zu erhalten und das innere Kanalsystem aus Stahl und Kunststoff zu schonen.
Ein Flanschwagen besitzt seitlich überstehende Befestigungslaschen mit einer Gesamtbreite von 90 mm. Diese Bauform bietet durchgehende Bohrungen, wodurch Sie die Anschlusskonstruktion flexibel von oben oder von unten verschrauben können. Sie eignet sich für breite Montageflächen und steife Verbindungen zu bewegten Maschinentischen.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -10 und +80 Grad Celsius. Die verbauten Werkstoffe aus Stahl und technischen Kunststoffen für die Kugelrückführung sowie die Dichtungen sind auf dieses thermische Fenster abgestimmt. Bei Einsätzen nahe den Grenzwerten sollten Sie die thermische Beständigkeit des verwendeten Schmierstoffs berücksichtigen.