FAG
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Das Axial-Rillenkugellager 52317 von FAG stützt Wellen mit 70 mm Bohrungsdurchmesser zuverlässig gegen axiale Belastungen aus beiden Richtungen ab.
Das Axial-Rillenkugellager 52317 von FAG ist ein zweiseitig wirkendes Wälzlager zur Aufnahme hoher Axialkräfte aus beiden Richtungen. Bei Abmessungen von 70 mm Bohrungsdurchmesser, 150 mm Außendurchmesser und 87 mm Bauhöhe führt die Konstruktion axiale Wellenbewegungen beidseitig. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und ausgestattet mit einem formstabilen Stahlblechkäfig, widersteht das Axiallager Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad Celsius. Die Fertigung erfolgt nach Normaltoleranz P0 bzw. ABEC 1.
Die zweiseitig wirkende Ausführung nimmt axiale Schubkräfte aus wechselnden Richtungen auf, wenn Wellen in axialer Lage festgelegt werden müssen. Hierbei übernimmt eine zentrale Wellenscheibe zusammen mit zwei Gehäusescheiben die wechselseitige Kraftaufnahme. Das Lager dient ausschließlich der Übertragung reiner Axialbelastungen und darf keinen Radialkräften ausgesetzt werden. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinenbau in Lagerungsstellen mit wechselnder Axialkraftrichtung ohne radialen Versatz.
Die Ausführung 52317 ist nicht winkeleinstellbar und wird ohne Unterlagscheiben geliefert. Die Auflageflächen an Welle und Gehäuse müssen daher exakt rechtwinklig zur Drehachse gefertigt sein. Fluchtungsfehler oder Verkippungen führen bei dieser starren Bauart zu ungleichmäßiger Lastverteilung auf den Wälzkörpern. Für den Einbau empfiehlt sich eine sorgfältige Ausrichtung der Anschlussteile, um vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden. Der integrierte Stahlblechkäfig trennt die Wälzkörper sauber und unterstützt einen gleichmäßigen Lauf über den gesamten zulässigen Temperaturbereich.
Mit einem Innendurchmesser von 70 mm, einem Außendurchmesser von 150 mm und einer Gesamthöhe von 87 mm definiert das Lager den Bauraum für Welle und Gehäuse. Durch die zweiseitig wirkende Konstruktion mit zwei Kugelkränzen und drei Scheiben beansprucht die Einheit eine entsprechend größere Bauhöhe als einseitige Ausführungen.
Die Bauform nimmt ausschließlich axiale Belastungen auf und leitet diese in beiden axialen Richtungen ab. Radiale Lasten darf das Lager nicht tragen, weshalb die Lagerungsstelle radial durch separate Wälzlager geführt werden muss. Die Konstruktion ist für Anwendungen ausgelegt, bei denen wechselnde Schubkräfte auf die rotierende Welle einwirken.
Die Einstufung in P0 beziehungsweise ABEC 1 steht für die Normaltoleranz von Wälzlagern nach ISO- und ABEC-Normen. Sie definiert die zulässigen Maß-, Form- und Laufabweichungen für industrielle Standardanwendungen. Diese Genauigkeitsklasse erfüllt die üblichen Anforderungen im allgemeinen Maschinenbau bei normalen Drehzahlen und sauber bearbeiteten Passungsflächen.
Ebene Gehäusescheiben ohne kugelige Unterlagscheiben verhindern den Ausgleich von Fluchtungsfehlern. Das Lager kann Schiefstellungen zwischen Welle und Gehäusebohrung nicht dynamisch kompensieren. Fluchtungsfehler müssen bereits bei der mechanischen Bearbeitung der Anschlusskonstruktion vermieden werden, um Kantenspannungen und erhöhte Reibung an den Laufbahnen zu verhindern.
Ausgelegt ist das Lager für Betriebstemperaturen zwischen -30 und +150 Grad Celsius. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Stahlblechkäfig behalten in diesem thermischen Fenster ihre Formstabilität. Bei der Auslegung der Betriebstemperatur ist das eingesetzte Schmierfett oder Schmieröl auf diesen Temperaturbereich abzustimmen.
Gefertigt aus Stahlblech, zeichnet sich der Käfig durch ein geringes Eigengewicht bei gleichzeitig stabiler Führung aus. Er führt die Wälzkörper zuverlässig in den beiden Kugelkränzen. Der Stahlblechkäfig verträgt die vollen thermischen Grenzwerte des Lagers von bis zu +150 Grad Celsius.
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