NSK
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Das einseitig wirkende Axial-Rillenkugellager 51214 von NSK führt Wellen bei reiner Axialbelastung präzise mit den Hauptabmessungen 70x105x27 mm.
Das Axial-Rillenkugellager 51214 ist als trennbares Wälzlager konzipiert und besteht aus einer Wellenscheibe, einer Gehäusescheibe sowie dem dazwischenliegenden Kugelkranz. NSK fertigt dieses Axiallager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), wodurch die Komponenten eine hohe Formstabilität aufweisen. Die Ausführung entspricht der Normaltoleranzklasse P0/PN (vergleichbar mit ABEC 1) und eignet sich für industrielle Konstruktionen, bei denen eine exakte einseitige axiale Führung der Welle erforderlich ist.
Dieses Wälzlager nimmt ausschließlich axiale Belastungen aus einer Richtung auf und stützt die rotierende Welle axial gegen das Gehäuse ab. Radiale Kräfte kann die Bauart konstruktionsbedingt nicht aufnehmen, weshalb in der Lagerungsanordnung eine separate Radialführung vorgesehen werden sollte. Das Bauteil kommt in Konstruktionen zum Einsatz, bei denen reine Axialschübe bei mäßigen Drehzahlen geführt werden müssen.
Da dieses Modell nicht winkeleinstellbar ist und ohne sphärische Unterlagscheibe geliefert wird, erfordert es planparallele und rechtwinklige Anlageflächen an Welle und Gehäuse. Winkelfehler oder Fluchtungsabweichungen führen zu ungleichmäßiger Belastung der Laufbahnen. Der verbaute Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig auf ihrer Bahn und ist für Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad ausgelegt. Eine ausreichende axiale Mindestbelastung im Betrieb verhindert ein Gleiten oder Schlupfen der Kugeln.
Das Lager nimmt ausschließlich Axialkräfte aus einer definierten Richtung auf. Radiale Belastungen dürfen nicht über dieses Bauteil übertragen werden, da die Rillengeometrie hierfür keine Abstützung bietet. Für kombinierte Kräfte kombiniert man die Konstruktion meist mit einem separaten Radiallager.
Die Bohrung der Wellenscheibe beträgt 70 mm, der Außendurchmesser der Gehäusescheibe misst 105 mm und die Gesamtbauhöhe liegt bei 27 mm. Beide Scheiben und der Wälzkörpersatz sind maßlich aufeinander abgestimmt und lassen sich für eine unkomplizierte Montage getrennt handhaben.
Nein, diese Ausführung ist nicht winkeleinstellbar. Da die Gehäusescheibe eine ebene Auflagefläche besitzt und ohne Unterlagscheibe geliefert wird, reagiert das Lager empfindlich auf Schiefstellungen. Die Anschlussflächen am Maschinengehäuse und an der Welle müssen planparallel und rechtwinklig zur Drehachse gefertigt sein.
Ausgelegt ist das Bauteil für einen Betriebsbereich von -30 bis +150 Grad Celsius. Die Maßstabilität der Bauteile aus 100Cr6 sowie der Stahlblechkäfig decken diese Spanne ab. Bei der praktischen Auslegung ist ergänzend darauf zu achten, dass das verwendete Schmiermittel den auftretenden Betriebstemperaturen entspricht.
Der Stahlblechkäfig trennt die einzelnen Wälzkörper und verhindert die direkte Berührung der Kugeln untereinander. Das verringert die Reibung im Betrieb und unterstützt einen ruhigen Lauf. Zudem zeichnet sich der Blechkäfig durch ein geringes Eigengewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit aus.
Diese Kennzeichnung steht für die Standardtoleranz bei Industrie-Wälzlagern. Sie legt fest, innerhalb welcher zulässigen Grenzabweichungen die Abmessungen und die Laufgenauigkeit der Lagerscheiben gefertigt sind. Die Genauigkeit genügt vollauf für den normalen Maschinen- und Anlagenbau mit Standardanforderungen an Rundlauf und Passgenauigkeit.
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