NSK
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Das Axial-Pendelrollenlager 29317 M von NSK nimmt hohe axiale Kräfte auf und gleicht Fluchtungsfehler bei 85 mm Bohrungsdurchmesser mechanisch aus.
Das Axial-Pendelrollenlager 29317 M von NSK eignet sich für Lagerstellen, an denen hohe axiale Belastungen in Verbindung mit Wellendurchbiegungen auftreten. Durch die schräg zur Lagerachse angeordneten Tonnenrollen überträgt diese Bauform einseitig gerichtete Axialkräfte und kann gleichzeitig radiale Lastanteile aufnehmen. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6, weist die Ausführung eine Bohrung von 85 mm, einen Außendurchmesser von 150 mm sowie eine Breite von 39 mm auf. Der integrierte Messingkäfig führt die Wälzkörper zuverlässig bei anspruchsvollen Betriebsbedingungen.
Konstrukteure wählen das Axial-Pendelrollenlager 29317 M für Lagerungen mit einseitig wirkenden Axialkräften und möglicher Schiefstellung zwischen Welle und Gehäuse. Typische Einsatzbereiche umfassen stark belastete Lagerstellen, bei denen axiale Längskräfte zusammen mit Wellendurchbiegungen auftreten. Die sphärische Laufbahn der Gehäusescheibe ermöglicht die Winkeleinstellbarkeit, wodurch Fluchtungsfehler ohne Kantenspannungen ausgeglichen werden.
Zudem bleibt die Lagerung bei stoßartigen Belastungen funktionsfähig. Treten kombinierte Lasten auf, nimmt das Wälzlager neben der dominanten Axialkraft auch Radiallasten auf, sofern diese im zulässigen Verhältnis zur Axiallast bleiben.
Der massive Messingkäfig verleiht dem Axial-Pendelrollenlager 29317 M hohe mechanische Stabilität bei Vibrationen und raschen Drehzahländerungen. Das Material zeichnet sich durch günstige Gleiteigenschaften aus und arbeitet im vorgesehenen Temperaturbereich von -30 bis +200 Grad Celsius formbeständig mit allen gängigen Industrieschmierstoffen.
Konstruktiv ist dieses Axiallager nicht selbsthaltend aufgebaut. Wellenscheibe, Gehäusescheibe und Rollensatz lassen sich getrennt montieren. Um Schlupf zwischen Rollen und Laufbahn im laufenden Betrieb vorzubeugen, erfordert die Konstruktion eine axiale Mindestbelastung.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 85 mm, einen Außendurchmesser von 150 mm sowie eine Bauhöhe von 39 mm. Diese genormten Hauptabmessungen bestimmen den erforderlichen Einbauraum im Gehäuse und auf der Welle. Dank der Fertigung in Normaltoleranz P0/PN beziehungsweise ABEC 1 passt das Bauteil in standardisierte Industriemaschinen.
Die Bauart ist einseitig wirkend konstruiert und nimmt vorwiegend hohe Kräfte in axialer Richtung auf. Durch die schräg angestellten Wälzkörper kann das Lager gleichzeitig auch radiale Kräfte aufnehmen, solange diese Radialkräfte die axialen Führungskräfte nicht übersteigen. Es eignet sich nicht für wechselnde Axialbelastungen aus beiden Richtungen.
Die Gehäusescheibe des Lagers verfügt über eine hohlkugelige Laufbahn. Die tonnenförmigen Wälzkörper können sich entlang dieser Krümmung frei einstellen. Schiefstellungen zwischen Welle und Gehäuse sowie elastische Wellendurchbiegungen gleicht das Lager im Betrieb aus, ohne dass punktuelle Kantenspannungen die Wälzkörperlaufbahn übermäßig belasten.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -30 und +200 Grad Celsius. Der Wälzlagerstahl 100Cr6 und der formstabile Messingkäfig bleiben in dieser Spanne maßhaltig. Bei der praktischen Auslegung begrenzt vor allem das gewählte Schmiermittel die tatsächlich erreichbare Betriebstemperatur, weshalb Schmierfett oder Schmieröl auf das thermische Umfeld abzustimmen sind.
Das Nachsetzzeichen M kennzeichnet einen massiven Käfig aus Messing. Dieser Käfigtyp führt die tonnenförmigen Wälzkörper präzise und bietet eine stabile Führung bei Stoßbelastungen oder Schwingungen. Messing verfügt über günstige Reibungswerte gegenüber Wälzlagerstahl, was die Reibung an den Rollenstirnflächen gering hält.
Da das Axial-Pendelrollenlager nicht selbsthaltend aufgebaut ist, lassen sich Gehäusescheibe, Rollenkranz mit Käfig und Wellenscheibe separat montieren. Beim Einbau ist darauf zu achten, dass die Scheiben plan an den Anschlagflächen anliegen und im Betrieb stets eine axiale Mindestlast wirkt, um Schlupfbewegungen der Rollen vorzubeugen.
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