FAG
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Das Axial-Pendelrollenlager 29426 -E1-XL von FAG nimmt schwere einseitige Axiallasten bei Wellendurchbiegungen auf und misst 130x270x85 mm.
Das Axial-Pendelrollenlager 29426 -E1-XL von FAG ist ein einreihiges, einseitig wirkendes Wälzlager für anspruchsvolle industrielle Anwendungen. Die Konstruktion überträgt hohe axiale Kräfte längs der Drehachse und nimmt gleichzeitig radiale Lastanteile auf. Durch die ballig geformten Rollen und die sphärische Laufbahn der Gehäusescheibe stellt sich das Lager winkeleinstellbar ein. Wellendurchbiegungen oder Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse gleicht das Lager im laufenden Betrieb selbsttätig aus.
Diese Bauform kommt primär in Lagerungsanordnungen zum Tragen, bei denen hohe axiale Kräfte mit unvermeidbaren Winkelfehlern zusammentreffen. Relevante Anwendungsfelder finden sich in schweren Industriegetrieben sowie Großanlagen mit vorherrschender Axialbelastung. Weil die Bauteile nicht selbsthaltend ausgeführt sind, lassen sich Wellenscheibe, Rollenkranz und Gehäusescheibe getrennt voneinander aufbauen und einpassen. Um ein unzulässiges Gleiten der Wälzkörper im Betrieb zu vermeiden, verlangt das Lager im laufenden Prozess eine definierte axiale Mindestbelastung oder eine entsprechende Vorspannung.
Der integrierte Stahlblechkäfig führt die tonnenförmigen Rollen im Rollensatz und verbindet mechanische Stabilität mit einem geringen Eigengewicht. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), deckt die Ausführung einen Einsatzbereich von -30 bis +200 Grad ab. Zusammen mit der genormten Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 fügt sich das Axiallager passgenau in industrielle Anschlusskonstruktionen ein. Bei der technischen Auslegung ist auf eine Schmierstoffauswahl zu achten, die für dieses thermische Fenster geeignet ist.
Ein einseitig wirkendes Wälzlager mit 130 mm Bohrung, 270 mm Außendurchmesser und 85 mm Bauhöhe. Die sphärische Laufbahn ermöglicht eine Winkelbeweglichkeit, wodurch das Lager Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen unter schweren axialen Lasten ausgleicht.
Das Lager nimmt vorrangig hohe axiale Kräfte in einer Richtung auf. Durch die schräg zur Rotationsachse angeordneten Rollen kann es gleichzeitig begrenzte radiale Kräfte übertragen. Reine Radiallasten ohne vorhandene axiale Mindestlast sind für diese Bauform jedoch unzulässig.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -30 und +200 Grad Celsius. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Stahlblechkäfig sind für diese thermische Spanne formstabil ausgelegt. Die tatsächliche Temperaturgrenze hängt zusätzlich vom gewählten Schmierfett oder Schmieröl ab.
Das Wälzlager wird in der Toleranzklasse P0 (Standardtoleranz PN) gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Normtoleranz bietet die im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau geforderte Maß- und Laufgenauigkeit für standardisierte Passungen auf Welle und Gehäuse.
Axial-Pendelrollenlager sind nicht selbsthaltend aufgebaut. Wellenscheibe, Gehäusescheibe und der Rollensatz mit Stahlblechkäfig lassen sich unabhängig voneinander auf die Welle aufziehen oder in das Gehäuse einsetzen. Das erleichtert die Montage und Inspektion bei großen Wellendurchmessern.
Einseitig wirkend bedeutet, dass das Lager Axialkräfte nur aus einer axialen Richtung abstützt. Treten im Betrieb wechselnde oder umkehrende Axialkräfte auf, erfordert die Lagerung ein zweites, gegengestelltes Lager oder eine zweiseitig wirkende Lageranordnung.
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