NACHI
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Das Axial-Pendelrollenlager 29422 EXS1 von NACHI nimmt sehr hohe Axialkräfte bei 110 mm Bohrung, 230 mm Außendurchmesser und 73 mm Breite auf.
Das Axial-Pendelrollenlager 29422 EXS1 von NACHI ist für anspruchsvolle Industrieanwendungen konzipiert, bei denen schwere axiale Lasten auf rotierende Wellen einwirken. Mit den Abmessungen 110x230x73 mm gleicht diese Bauform statische sowie dynamische Fluchtungsfehler selbsttätig aus. Die Ausführung aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 entspricht der Toleranzklasse P0 (ABEC 1) und bietet mechanische Stabilität für den Einsatz im Maschinen- und Anlagenbau.
Die Auslegung zielt auf Anwendungen ab, bei denen erhebliche axiale Druckkräfte mit eventuellen Winkelfehlern zusammentreffen. Durch die balligen Tonnenrollen und die hohlkugelige Gehäuselaufbahn kompensiert das Lager Wellendurchbiegungen sowie Gehäuseverformungen ohne Funktionsverlust. Neben der dominierenden Axialkraft nimmt die Konstruktion bei Bedarf auch anteilige Radiallasten auf, was nachgelagerte Lagerstellen im Antriebsstrang entlastet.
Dieses einseitig wirkende Wälzlager stützt Axialkräfte gezielt in einer Richtung ab, weshalb bei der Montage auf die korrekte Lage der Wellen- und Gehäusescheibe geachtet werden sollte. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm und deckt einen Temperaturbereich von -30 bis +200 Grad ab. Um schädlichen Schlupf zwischen Rollen und Laufbahnen zu verhindern, verlangt das System stets eine anwendungsspezifische axiale Mindestbelastung während des Betriebs.
Mit 110 mm Innendurchmesser, 230 mm Außendurchmesser und 73 mm Gesamtbreite entspricht das Bauteil standardisierten Anschlussmaßen. Diese Maße ermöglichen den passgenauen Einbau auf entsprechenden Wellen und in abgestimmten Gehäuseaufnahmen im Maschinenbau.
Die asymmetrischen Tonnenrollen laufen auf einer hohlkugelig geformten Gehäusescheibe ab. Bei Durchbiegungen der Welle oder Verzug im Gehäuse stellt sich der Rollensatz winkelbeweglich ein. Diese Bauweise verhindert Kantenpressungen an den Wälzkörpern und erhält die Tragfähigkeit.
Einseitig wirkende Axiallager können Axialkräfte nur aus einer Hauptrichtung übertragen. Treten in der Maschine wechselnde Lastrichtungen auf, müssen Konstruktionen die Wellenführung durch eine passende Gegenlagerung absichern, um beide Kraftrichtungen kontrolliert aufzunehmen.
Ausgelegt ist die Lagerung für einen Betriebsbereich von -30 bis +200 Grad. Der verbaute Stahlblechkäfig und der Wälzlagerstahl 100Cr6 halten diesen thermischen Bedingungen stand, vorausgesetzt, der gewählte Schmierstoff ist für den jeweiligen Temperaturbereich geeignet.
P0 und ABEC 1 stehen für die gängige Standard-Toleranzklasse bei Industrie-Wälzlagern. Sie sichert eine definierte Maß- und Laufgenauigkeit für gewöhnliche Passungssitze im Maschinenbau, ohne unnötigen Aufwand für übermäßige Feinpassungen zu verursachen.
Eine axiale Mindestlast dient dazu, dass die Wälzkörper schlupffrei auf den Laufbahnen abrollen. Bei zu geringer Belastung und gleichzeitiger Drehung kann es zu Gleitbewegungen kommen, die den Schmierfilm durchbrechen und vorzeitigen Verschleiß begünstigen.
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