FAG
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 2 | 71,66 € | 1.361,60 € |
| 3 | 143,32 € | 1.289,94 € |
Das Zylinderrollenlager N230 -E-XL-M1-C3 von FAG nimmt bei 150 mm Bohrung hohe Radialkräfte auf und dient als anpassungsfähiges Loslager.
Das Zylinderrollenlager N230 -E-XL-M1-C3 ist ein einreihiges Radial-Wälzlager für industrielle Maschinen mit anspruchsvollen Belastungsprofilen. Bei den Hauptabmessungen von 150 mm Bohrung, 270 mm Außendurchmesser und 45 mm Breite nimmt dieser Lagertyp sehr schwere Querkräfte auf. Da die Ausführung N über feste Borde am Innenring verfügt, lässt sich der Außenring beidseitig abziehen. Dies vereinfacht sowohl die getrennte Montage der Ringe als auch die axiale Verschiebbarkeit der Welle gegenüber dem Gehäuse.
Typische Einsatzbereiche liegen in schweren Maschinen und Industrieanlagen, bei denen vorrangig reine Radiallasten auftreten. Weil das Lager als Loslager konzipiert ist, gleicht es betriebsbedingte Längenausdehnungen der Welle zwangfrei direkt im Wälzkörperbereich aus. Der Messingkäfig führt die zylindrischen Rollen auch bei stoßartigen Erschütterungen sowie erhöhten Drehzahlen präzise. Für reine Axialkräfte oder kombinierte Belastungen muss die Lagerung durch separate Festlagerungen ergänzt werden.
Die Ausführung mit der radialen Lagerluft C3 bietet mehr radiales Spiel als ein Standardlager. Dies kompensiert thermische Ausdehnungen, wenn zwischen Welle und Gehäuse merkliche Temperaturunterschiede entstehen oder feste Passungen gewählt werden. Der massive Messingkäfig (M1) zeigt sich unempfindlich gegenüber Schwingungen und erhöht die mechanische Stabilität der Baueinheit. Da das Lager offen ausgeführt ist und der Außenring keine Schmierbohrung besitzt, erfolgt die Schmierstoffversorgung über das Gehäuse im Bereich von -30 bis +150 Grad.
Die Bauform N zeichnet sich durch zwei feste Borde am Innenring aus, während der Außenring bordlos und beidseitig abnehmbar ausgeführt ist. Dadurch fungiert das Bauteil als reines Loslager. Es erlaubt axiale Verschiebungen zwischen Welle und Gehäuse direkt zwischen den Rollen und der Laufbahn, nimmt jedoch keine axialen Kräfte auf.
Das Lager verfügt über einen Innendurchmesser von 150 mm, einen Außendurchmesser von 270 mm sowie eine Baubreite von 45 mm. Die Maß- und Lauftoleranzen entsprechen der Toleranzklasse Normal (P0/PN bzw. ABEC 1), wodurch sich das Bauteil in genormte Gehäusebohrungen und auf entsprechende Wellensitze montieren lässt.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieses zusätzliche Spiel verhindert, dass das Lager bei Erwärmung der Welle oder durch feste Passungsübermaße verspannt. Dadurch bleibt die Leichtgängigkeit auch unter thermischer Belastung erhalten.
Der durch das Kürzel M1 gekennzeichnete Massivkäfig aus Messing zeichnet sich durch hohe Festigkeit aus. Er führt die Rollen zuverlässig und eignet sich gut für Anwendungen mit starken Stoßbelastungen, Schwingungen oder hohen Beschleunigungskräften, wie sie im schweren Maschinenbau häufig auftreten.
Das Lager besitzt keine werkseitigen Dichtscheiben und der Außenring weist keine eigene Schmiernut auf. Die Versorgung mit Fett oder Öl muss über das umgebende Lagergehäuse erfolgen. Dichtungen in der Anschlusskonstruktion schützen die Laufbahnen vor dem Eindringen von Fremdkörpern und Feuchtigkeit.
Für dieses Lager ist ein zulässiger Betriebstemperaturbereich von -30 bis +150 Grad ausgewiesen. Innerhalb dieser Grenzwerte behalten die Ringe und die Wälzkörper ihre Maßhaltigkeit. Die tatsächliche Temperaturgrenze im Dauereinsatz hängt maßgeblich von der thermischen Stabilität des gewählten Schmierstoffs ab.
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