STC-Steyr
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Das Zylinderrollenlager NU1080 M1.C3.TB von STC-Steyr nimmt mit 400x600x90 mm hohe Radiallasten auf und gleicht axiale Längenänderungen als Loslager aus.
Das Zylinderrollenlager NU1080 M1.C3.TB ist ein einreihiges Großwälzlager für Industrieanwendungen mit sehr hohen radialen Belastungen. Bei Abmessungen von 400 mm Bohrung, 600 mm Außendurchmesser und 90 mm Breite fungiert dieses Großlager klassisch als Loslager. Der Innenring besitzt keine Borde und lässt sich beidseitig herausnehmen, wodurch Längendehnungen der Welle im Lager zwangfrei aufgenommen werden. STC-Steyr fertigt diese Ausführung mit der vergrößerten radialen Lagerluft C3.
Dieses Großwälzlager eignet sich vor allem für schwer belastete Lagerstellen im schweren Maschinen- und Anlagenbau, bei denen rein radiale Kräfte auftreten. Typische Einsatzbereiche finden sich bei hoch belasteten Industrieantrieben und großdimensionierten Wellenlagerungen mit 400 mm Durchmesser. Da der Außenring feste Borde aufweist, während der Innenring bordlos ausgeführt ist, gleicht das Lager axiale Wellenverschiebungen ohne innere Verspannung aus. Konstrukteure nutzen diese Loslager-Konfiguration häufig in Kombination mit einem separaten Festlager.
Die Nachsetzzeichen-Kennzeichnung C3 steht für eine größere Radialluft als bei der Normalausführung. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen den zylindrischen Rollen und den Laufbahnen ist erforderlich, wenn im laufenden Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring entstehen. Bei schweren Großmaschinen dehnen sich Welle und Innenring oft stärker aus als das umgebende Gehäuse. Die C3-Lagerluft trägt dazu bei, ein Verklemmen der Rollkörper zu vermeiden, und unterstützt einen gleichmäßigen Rundlauf selbst bei starker Erwärmung oder festen Passungssitzen.
Das Wälzlager verfügt über einen Innendurchmesser von 400 mm, einen Außendurchmesser von 600 mm und eine Baubreite von 90 mm. Mit diesen Abmessungen eignet es sich für großdimensionierte Wellen und Gehäusebohrungen im schweren Maschinenbau.
Bei der Bauform NU besitzt der Außenring zwei feste Führungsborde, während der Innenring bordlos gefertigt ist. Dadurch fungiert das Lager als reines Loslager. Welle und Innenring können sich gegenüber dem Außenring in beide Richtungen axial verschieben, was temperaturbedingte Längenänderungen zwangfrei ausgleicht.
Eine Lagerluft der Klasse C3 weist ein größeres Radialspiel auf als die Standardklasse. Dies wirkt einem Verspannen der Wälzkörper entgegen, wenn durch thermische Ausdehnung im Großbetrieb oder durch feste Passungen auf der Welle das radiale Betriebsspiel abnimmt. Es unterstützt einen störungsfreien Lauf unter thermischer Last.
Ja, der Innenring ist beidseitig herausnehmbar und vollständig vom vormontierten Außenring samt Rollensatz trennbar. Diese Zerlegbarkeit erleichtert die Montage und Inspektion bei schwer zugänglichen Lagerstellen erheblich, da Innenring und Außenring nacheinander auf Welle und ins Gehäuse gefügt werden können.
Nein, dieses einreihige Zylinderrollenlager in NU-Ausführung nimmt ausschließlich Radialkräfte auf. Da der Innenring keine Borde besitzt, bietet das Lager in axialer Richtung keinen Anschlag. Für eine vollständige Lagerung ist auf der Welle daher ein zusätzliches Festlager zur axialen Führung vorzusehen.