FAG
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Das einreihige Zylinderrollenlager NU411 -M1 von FAG (55x140x33 mm) nimmt als offenes Loslager mit Messingkäfig hohe Radialkräfte auf.
Das Zylinderrollenlager NU411 -M1 ist ein einreihiges Radial-Wälzlager für anspruchsvolle mechanische Einsatzbedingungen. Durch den Linienkontakt der zylindrischen Wälzkörper nimmt die Konstruktion hohe Radialkräfte auf. In der Bauform NU besitzt der Außenring zwei feste Borde zur Führung der Rollen, während der Innenring bordlos ausgeführt ist. Dadurch lässt sich der Innenring beidseitig herausnehmen, was den getrennten Einbau von Innen- und Außenring im Gehäuse und auf der Welle erleichtert.
Dieses Wälzlager dient vor allem als Loslager bei Wellenlagerungen mit vorherrschend radialen Belastungen. Typische Einsatzbereiche finden sich im Maschinenbau und in industriellen Antriebssystemen mit langen Wellenabständen. Da der bordlose Innenring axiale Relativbewegungen der Welle gegenüber dem Gehäuse direkt im Wälzkörpersatz ausgleicht, entstehen bei thermischer Ausdehnung keine inneren Axialverspannungen. Axialkräfte kann die Bauform NU konstruktionsbedingt nicht übertragen.
Das Nachsetzzeichen M1 kennzeichnet einen massiven Messingkäfig, der die Rollen führt und auf gleichmäßigem Abstand hält. Der Werkstoff Messing zeichnet sich durch Festigkeit, günstige Notlaufeigenschaften sowie Unempfindlichkeit gegenüber Vibrationen und Stoßbelastungen aus. Da es sich um eine offene Ausführung ohne Dichtscheiben handelt, gelangt der Schmierstoff direkt an die Laufbahnen. Eine externe Gehäuseabdichtung ist daher erforderlich, um Schmiermittelverluste und das Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern.
Ein einreihiges Radial-Wälzlager der Baureihe NU411 mit 55 mm Bohrung, 140 mm Außendurchmesser und 33 mm Breite. Der Außenring führt die Rollen zwischen zwei festen Borden, während der Innenring beidseitig herausnehmbar ist. Ein massiver Messingkäfig sorgt für Stabilität bei anspruchsvollen Betriebsbedingungen im industriellen Dauerbetrieb.
Die Hauptabmessungen betragen exakt 55 mm für den Innendurchmesser (Bohrung), 140 mm für den Außendurchmesser sowie 33 mm in der Baubreite. Durch diese genormten Anschlussmaße entspricht das Lager der Toleranzklasse P0 beziehungsweise Normaltoleranz und lässt sich passgenau in entsprechende Gehäusebohrungen und auf passende Wellensitze montieren.
Der Innenring besitzt bei der Bauform NU keine Borde. Die zylindrischen Rollen können sich dadurch auf der Innenringlaufbahn axial frei bewegen. Das Lager nimmt ausschließlich Radialkräfte auf und gleicht wärmebedingte Längenänderungen der Welle ohne innere Verspannungen direkt im Wälzkörpersatz aus.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich erstreckt sich von -30 bis +150 Grad Celsius. Sowohl die metallischen Komponenten aus Wälzlagerstahl als auch der massive Messingkäfig bleiben innerhalb dieser Temperaturspanne formstabil. Entscheidend für den Betrieb ist die Wahl eines Schmierstoffs, der für die jeweilige Betriebstemperatur ausgelegt ist.
Normale Radiallagerluft kennzeichnet das werkseitige Radialspiel im Standardbereich für Zylinderrollenlager. Nach dem fachgerechten Einbau verringert sich das Radialspiel durch Passungsübermaße auf Welle und Gehäuse so weit, dass im Betrieb ein gleichmäßiger Lauf mit geringer Erwärmung erreicht werden kann.
Da dieses Modell als offenes Lager ohne integrierte Dichtungen ausgeführt ist, erfolgt die Schmierung über die umgebende Gehäusekonstruktion. Je nach Betriebsbedingungen eignen sich Schmierfett oder Ölkreisläufe. Gleichzeitig sind externe Dichtungen an der Gehäusekonstruktion erforderlich, um das Schmiermittel im Lagerraum zu halten.
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