NKE
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 10 | 5,69 € | 107,97 € |
| 20 | 11,36 € | 102,30 € |
Durch die zylindrischen Wälzkörper überträgt die Bauform hohe Radialkräfte. Als offenes Loslager besitzt die Ausführung NU zwei feste Borde am Außenring, während der bordlose Innenring beidseitig herausnehmbar bleibt. Dies erleichtert die Montage von Welle und Gehäuse getrennt voneinander.
Dieses Zylinderrollenlager nimmt radiale Belastungen auf und fungiert als reines Loslager. Treten thermische Ausdehnungen der Welle auf, verschiebt sich der Innenring axial unter den Rollen, wodurch Verspannungen im Lagersitz vermieden werden.
Der massive Messingkäfig eignet sich für anspruchsvolle Betriebszustände mit raschen Drehzahländerungen oder Erschütterungen. Das offene Design ohne Dichtungen verlangt eine Integration in ein geschmiertes Gehäusesystem mit bauseitiger Abdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -30 bis +150 Grad Celsius. Bei Erwärmung dehnt sich die Welle oft stärker aus als das Gehäuse. Das vergrößerte C3-Radialspiel trägt dazu bei, dass die Zylinderrollen im Betrieb nicht radial klemmen.
Der bearbeitete Messingkäfig führt die Rollenkörper bei hohen Kräften stabil im Wälzkörpersatz. Zusammen mit der Normaltoleranz P0 beziehungsweise ABEC 1 deckt die Konstruktion Standardanforderungen im Maschinenbau ab.
Die Bohrung beträgt 60 mm, der Außendurchmesser liegt bei 110 mm und die Baubreite misst 22 mm. Diese Maße bestimmen den benötigten Bauraum auf der Welle und im Gehäuse.
Bei der Bauform NU besitzt der Außenring zwei feste Borde zur Rollenführung, während der Innenring bordlos gefertigt ist. Dadurch lässt sich der Innenring beidseitig abziehen, was die getrennte Montage vereinfacht und reinen Längenausgleich als Loslager ermöglicht.
Das Nachsetzzeichen C3 steht für eine größere Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser zusätzliche Spielraum gleicht Durchmesserdifferenzen aus, die durch feste Passungssitze oder betriebsbedingte Erwärmung der Welle gegenüber dem Gehäuse entstehen.
Er führt die Rollen bei hohen Drehzahlen, Beschleunigungen sowie Erschütterungen und eignet sich für Betriebstemperaturen bis +150 Grad Celsius.
Das Lager verfügt über keine integrierten Dichtscheiben und der Außenring besitzt weder Nut noch Schmierbohrung. Die Abdichtung gegen Verunreinigungen und der Schmierstofferhalt müssen über das umgebende Maschinengehäuse, beispielsweise durch Wellendichtringe oder Labyrinthdichtungen, erfolgen.
Dieses Rollenlager ist rein zur Aufnahme sehr hoher Radialkräfte konstruiert. Da der bordlose Innenring keine axiale Führung bietet, kann die Bauform NU keinerlei Axialkräfte übertragen und muss mit einem geeigneten Festlager kombiniert werden.
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