KOYO
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Zylinderrollenlager NJ2207 C3 von JTEKT-KOYO (35x72x23 mm): Einreihiges Stützlager mit erhöhter Radiallagerluft für hohe radiale Lasten und einseitige axiale Führung.
Das Zylinderrollenlager NJ2207 C3 von JTEKT-KOYO nimmt als einreihiges Wälzlager sehr hohe Radialkräfte bei kompakten Einbaumaßen auf. Mit 35 mm Bohrung, 72 mm Außendurchmesser und 23 mm Breite eignet sich die Ausführung für anspruchsvolle Wellenlagerungen. Die offene Bauform ohne Dichtungen erlaubt eine wirksame Schmierung über das umgebende System. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper bei Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad Celsius.
Durch die NJ-Bauform fungiert dieses Zylinderrollenlager als Stützlager. Der Innenring besitzt einen festen Bord auf einer Seite, während der Außenring mit zwei Borden ausgeführt ist. Dadurch nimmt das Lager neben starken Radialkräften auch axiale Führungskräfte aus einer Richtung auf. In der Gegenrichtung lässt die Konstruktion einen axialen Verschiebeweg zu, was thermische Längenänderungen der Welle ausgleicht. Da der Innenring einseitig herausnehmbar ist, vereinfacht sich die getrennte Montage von Welle und Gehäuse.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine vergrößerte radiale Lagerluft gegenüber der Standardausführung. Dieser zusätzliche Spielraum zwischen Rollen und Laufbahnen gleicht betriebsbedingte Erwärmungen sowie stramme Passungen auf Welle oder Gehäuse aus. Bei festen Passungssitzen verringert sich das interne Spiel durch das Aufweiten des Innenrings. Die C3-Klassifizierung trägt dazu bei, dass das Lager auch bei Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring nicht verspannt. Für den Betrieb ist eine externe Abdichtung der Lagerstelle im Gehäuse vorzusehen.
Dieses Wälzlager verfügt über einen Innendurchmesser von 35 mm, einen Außendurchmesser von 72 mm sowie eine Baubreite von 23 mm. Die Fertigung erfolgt in der Toleranzklasse Normal (P0/PN bzw. ABEC 1). Der Außenring ist ohne Schmiernut ausgeführt, weshalb die Schmierstoffversorgung über den Lagerinnenraum erfolgt.
Die Bauform NJ kennzeichnet ein Stützlager mit zwei Borden am Außenring und einem Bord am Innenring. Dadurch stützt das Lager die Welle in einer axialen Richtung ab und erlaubt in die andere Richtung eine axiale Verschiebung. Dies verhindert innere Verspannungen, wenn sich Bauteile im Betrieb thermisch ausdehnen.
C3 bedeutet, dass die radiale Lagerluft vor dem Einbau größer als bei der Standardluftgruppe ausfällt. Eingesetzt wird diese Variante bei starken Temperaturunterschieden zwischen rotierender Welle und Gehäuse oder bei festen Übermaßpassungen. Das vergrößerte Lagerspiel verhindert ein Verklemmen der Zylinderrollen unter thermischer Belastung.
Da es sich um eine offene Ausführung ohne integrierte Dichtscheiben handelt, muss die Lagerstelle über das Gehäuse oder externe Dichtelemente vor Verschmutzung geschützt werden. Die Schmierung erfolgt wahlweise mit Schmierfett oder Schmieröl, passend zum zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius.
In diesem Lager kommt ein Stahlblechkäfig zum Einsatz. Er führt die zylindrischen Rollen mit geringem Reibungswiderstand, hält sie auf definiertem Abstand und widersteht üblichen Stoßbelastungen. Der Werkstoff Stahlblech ist beständig gegenüber gängigen Industrieölen sowie Fetten innerhalb des Temperaturfensters bis +120 Grad Celsius.
Der Innenring lässt sich komplett von der Rollengruppe und dem Außenring trennen. Dadurch können Innenring und Außenring unabhängig voneinander auf die Welle beziehungsweise in die Gehäusebohrung montiert werden. Beim finalen Fügen der Baugruppen wird der Innenring axial in den vormontierten Rollensatz eingeschoben, was Montageschäden vorbeugt.