KOYO
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Das Zylinderrollenlager NJ409 von JTEKT-KOYO nimmt hohe Radialkräfte bei 45 mm Bohrung, 120 mm Außendurchmesser und 29 mm Breite auf.
Das Zylinderrollenlager NJ409 von JTEKT-KOYO ist ein einreihiges Radial-Wälzlager für industrielle Konstruktionen. Durch den Linienkontakt zwischen Rollen und Laufbahnen nimmt diese Ausführung hohe radiale Lasten auf. Gefertigt in der Toleranzklasse P0 (ABEC 1) und mit normaler Radiallagerluft bietet die Komponente einen stabilen Lauf in Standardpassungen. Als offenes Lager ausgelegt, lässt sich das NJ409 direkt in bestehende Schmierstoffkreisläufe integrieren.
Dieses Wälzlager eignet sich vorrangig für Konstruktionen mit hohen radialen Belastungen, bei denen Bauteile thermischen Längenänderungen unterliegen. Typische Einsatzfelder finden sich in Lagerungsanordnungen mit einseitiger Führung und erforderlichem Längenausgleich. Da der Außenring ohne Nut und Schmierbohrung ausgeführt ist, erfolgt die Versorgung mit Schmierfett oder Schmieröl direkt über den umgebenden Einbauraum. Der verbaute Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper präzise und erlaubt einen zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad.
Die Bauform NJ fungiert als Stützlager. Der Außenring besitzt zwei feste Borde, während der Innenring über einen einzelnen Bord verfügt und einseitig herausnehmbar ist. Dadurch nimmt das Lager Radialkräfte sowie Axialkräfte in einer Richtung auf, gewährt der Welle jedoch in Gegenrichtung axialen Verschiebeweg. Diese Bauart vereinfacht zudem Montage und Demontage, da Innen- und Außenring getrennt voneinander auf Welle und Gehäuse aufgezogen werden können.
Das Lager besitzt eine Bohrung von 45 mm, einen Außendurchmesser von 120 mm und eine Breite von 29 mm. Diese genormten Hauptabmessungen ermöglichen einen exakten Sitz auf entsprechenden Wellensitzen und in Gehäusebohrungen im Maschinen- und Anlagenbau.
Die Kennzeichnung NJ definiert die Bordkonfiguration des Zylinderrollenlagers. Der Außenring führt die Rollen zwischen zwei festen Borden, während der Innenring nur einen festen Bord aufweist. Das Lager nimmt Radiallasten sowie einseitige Axialkräfte auf und dient konstruktiv als Stützlager.
Das Bauteil ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad ausgelegt. Dieser Arbeitsbereich basiert auf der Formstabilität der Lagerringe und des verbauten Stahlblechkäfigs. In der Praxis begrenzt primär der gewählte Schmierstoff die thermische Belastbarkeit der Lagerstelle.
Da dieses Lager ohne Dichtscheiben und ohne Schmiernut im Außenring gefertigt ist, erfolgt die Schmierstoffzufuhr über das umgebende Maschinengehäuse. Je nach Betriebsbedingungen kommt Schmieröl oder Wälzlagerfett zum Einsatz, wobei externe Dichtungen der Anschlusskonstruktion vor Schmutzeintritt schützen sollten.
Die zerlegbare Bauweise erlaubt es, Innen- und Außenring getrennt voneinander auf der Welle und im Gehäuse zu montieren. Dieses Verfahren erleichtert das Fügen fester Passungen und mindert das Risiko, Laufbahnen oder Wälzkörper während des Einbaus zu beschädigen.
Normale Radiallagerluft bezeichnet das definierte Spiel zwischen Zylinderrollen und Laufbahnen im Auslieferungszustand. Sie ist so bemessen, dass das Lager nach dem Aufpressen auf genormte Passsitze und unter normaler Betriebserwärmung mit dem erforderlichen Betriebsspiel vibrationsarm abrollt.